Helikopterabsturz Fünf Nato-Soldaten sterben in Afghanistan

Der Afghanistanabzug zum Jahresende ist beschlossene Sache, doch immer noch kommen Soldaten ums Leben: Fünf Nato-Soldaten sind gestorben, als ihr Helikopter abstürzte. Die Umstände des Vorfalls werden noch geprüft.
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Die Nato hat in Afghanistan fünf Opfer zu beklagen: Die Soldaten sind durch den eigenen Beschuss getötet worden. Quelle: dpa

Die Nato hat in Afghanistan fünf Opfer zu beklagen: Die Soldaten sind durch den eigenen Beschuss getötet worden.

(Foto: dpa)

KabulBeim Absturz ihres Helikopters sind im Süden Afghanistans am Samstag fünf Soldaten der Internationalen Afghanistantruppe Isaf ums Leben gekommen. Die Nato-geführte Truppe teilte mit, die Umstände des Vorfalls würden noch geprüft.

Die Isaf äußerte sich nicht dazu, ob Rebellen in der Gegend aktiv waren. Die Nationalität der Opfer gab die Isaf wie üblich nicht bekannt. Im unruhigen Süden Afghanistans sind vor allem Soldaten aus den USA und Großbritannien im Einsatz.

Die Erben Karsais
Hamid Karsai
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Präsident Hamid Karsai

Karsai, der seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 regiert, darf bei der Wahl an diesem Samstag nicht erneut antreten. Die Verfassung erlaubt nur zwei Amtszeiten. Acht Kandidaten wollen Präsident werden, der in Afghanistan wie in den USA zugleich Regierungs- und Staatschef ist.

Afghan Presidential elections last day of campaigning
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Abdullah Abdullah

Abdullahs Vater war ein Paschtune aus Kandahar, seine Mutter stammte aus dem Pandschir-Tal. Damit ist der 60-Jährige, der in der Hauptstadt Kabul geboren wurde, der einzige Halb-Tadschike im Rennen um den Präsidentenposten. Der Augenarzt war ein Vertrauter des legendären Nordallianz-Führers Ahmad Schah Massud, der gegen die sowjetischen Besatzungstruppen und später gegen die radikalislamischen Taliban kämpfte, bevor er 2001 ermordet wurde.

huGO-BildID: 36228273 Afghan presidential candidate Abudullah Abdullah (C) is escorted by his security detail on the last day of campaigning by presi
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Bis 2006 war Abdullah Außenminister unter Karsai. Bei der Präsidentenwahl vor fünf Jahren trat er gegen den Amtsinhaber an. Die Abstimmung wurde von massivem Betrug überschattet, der insbesondere dem Karsai-Lager angerechnet wurde. Karsai gewann die Wahl, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Abdullah wurde zweiter. Vor einer geplanten Stichwahl zog sich Abdullah überraschend aus dem Rennen zurück, obwohl er ein ausgesprochener Karsai-Kritiker ist

Ghani
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Aschraf Ghani

Ghani wurde 1949 ebenfalls in Kabul geboren und studierte in den USA. Bis 2004 war er Finanzminister in Karsais Übergangsregierung. Auch Ghani trat 2009 gegen den Amtsinhaber an, landete aber mit nur drei Prozent der Stimmen abgeschlagen auf dem vierten Platz. In den vergangenen Wochen gelang es Ghani, zahlreiche Anhänger aus unterschiedlichsten Schichten zu mobilisieren.

GhaniII
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Ghani-Anhänger bei einer Wahlkampfveranstaltung: Der ehemalige Weltbank-Mitarbeiter liegt bei allen Auszählungen vorn.

Rassoul
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Salmai Rassoul

Der 72-Jährige ist mit der Familie des früheren Königs verwandt und war dessen Leibarzt. Bis 2010 war er Nationaler Sicherheitsberater in Karsais Kabinett, dann ernannte der Präsident ihn zum Außenminister. Im vergangenen Jahr trat er zurück, um als Präsident zu kandidieren. Rassoul besuchte die französische Schule in Kabul und studierte in Frankreich. Anders als Abdullah und Ghani setzt Rassoul auf Kontinuität, er will Karsais Politik fortführen. Unter den Favoriten war er bei Wahlkampfauftritten am wenigsten charismatisch.

Afghanische Präsidentschaftskandidaten
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Salmai Rassoul, Abdulla Abdullah und Aschraf Ghani (v.l.): Zwar hat Karsai öffentlich keinem der Bewerber seine Unterstützung zugesagt, Rassoul wird aber als bevorzugter Kandidat des Präsidenten gehandelt. Befürchtet wird, dass Karsai im Falle von Rassouls Wahlsieg im Hintergrund weiter die Strippen ziehen könnte. Rassoul ist der einzige unter den drei Favoriten, der eine Frau im Team hat: Sollte er siegen, würde die bisherige Provinzgouverneurin Habiba Surabi zweite Vizepräsidentin.

  • afp
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