Hilfe in Krisengebieten Uno fordert 20,9 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe

Die Uno fordert finanzielle Unterstützung von rund 22 Milliarden Euro. Das Geld soll eingesetzt werden, um in Krisengebieten weltweit helfen zu können. 2016 hat die Uno erst 11,4 der geforderten 22,1 Dollar erhalten.
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UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hat finanzielle Unterstützung im Umfang von 22,2 Milliarden Euro gefordert. Das Geld werde dringend benötigt, um in Krisengebieten weltweilt humanitäre Hilfe leisten zu können.  REUTERS/Denis Balibouse Quelle: Reuters
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UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hat finanzielle Unterstützung im Umfang von 22,2 Milliarden Euro gefordert. Das Geld werde dringend benötigt, um in Krisengebieten weltweilt humanitäre Hilfe leisten zu können. REUTERS/Denis Balibouse

(Foto: Reuters)

GenfDie Vereinten Nationen haben am Montag Hilfen in Höhe von 22,2 Milliarden Dollar (20,9 Milliarden Euro) für weltweite Konflikte 2017 gefordert. „Immer mehr Menschen brauchen humanitäre Hilfe, nicht zuletzt, weil die Krisen immer länger dauern“, sagte UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien. Das Geld solle den 92,8 Millionen bedürftigsten der knapp 129 Millionen Menschen in 33 Ländern, die Hilfe brauchen, zu Gute kommen.

Die gefährlichsten Krisengebiete der Welt
Syrien und Irak
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In den Konflikten in Syrien und im Irak gehört die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu den stärksten Kriegsparteien. Sie beherrscht in beiden Ländern große Gebiete, in denen sie ein „Kalifat“ errichtet hat. Im syrischen Bürgerkrieg bekämpfen sich zudem das Regime und seine Gegner. Die Armee ist mit starker Hilfe von Kämpfern aus dem Iran, von der libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah sowie von der russischen Luftwaffe auf dem Vormarsch. Die moderate Opposition wird vom Westen unterstützt.

Ukraine
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Bei den Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungseinheiten und prorussischen Separatisten im Unruhegebiet Donbass starben seit April 2014 mehr als 9000 Menschen. Unter Vermittlung von Kanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin entstand im Februar 2015 in Minsk ein Friedensplan, der etwa eine Waffenruhe und politische Schritte vorsieht. Keiner der 13 Punkte wurde bisher vollständig umgesetzt. Beobachter fürchten, dass aus dem Krieg ein „eingefrorener“ Konflikt werden könnte. Wegen der russischen Ukraine-Politik und der Annexion der Krim hat der Westen Wirtschaftssanktionen verhängt.

Nigeria
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Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram will in Nigeria und angrenzenden Gebieten der Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger einen „Gottesstaat“ errichten, mit strengster Auslegung des islamischen Rechts, der Scharia. Im Nordosten Nigerias verübt die Gruppe fast wöchentlich blutige Anschläge und Angriffe. Seitdem die sunnitischen Fundamentalisten im März der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen Treuschwur leisteten, firmiert Boko Haram als deren westafrikanischer Ableger.
Im April 2014 wurde der Name Boko Haram mit der Entführung von mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem Ort Chibok weltweit bekannt. Die Gruppe hat seit 2009 Schätzungen zufolge 14.000 Menschen getötet. Rund 2,5 Millionen Menschen sind vor ihrer Gewalt geflohen.

Libyen
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Fünf Jahre nach den ersten Protesten gegen den später gestürzten und getöteten Diktator Muammar al-Gaddafi ist Libyen ein sogenannter „failed state“ (gescheiterter Staat). Es stehen sich eine islamistische und eine weltliche Führung gegenüber. Die Einsetzung einer von den UN vermittelten Einheitsregierung ist bislang am Widerstand beider Seiten gescheitert. Das lässt Platz für Dschihadisten. Der Ableger der Terrormiliz IS in dem Land wird immer stärker. Libyen gilt als Rückzugsgebiet für IS-Kader aus Syrien und dem Irak.

Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer
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Im Südchinesischen Meer streitet sich China mit einer ganzen Reihe seiner Nachbarn um Territorien: Die Volksrepublik beansprucht 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter großen Gebietes, darunter Inseln und Riffe, die teils mehr als 800 Kilometer von der chinesischen Küste entfernt liegen. Dagegen protestieren unter anderem Vietnam und die Philippinen. Zusätzliches Konfliktpotenzial birgt die Einmischung der USA, die vergangenes Jahr mit der Durchfahrt eines Kriegsschiffes und Überflügen von B52-Bombern chinesischen Unmut provozierten. Washington will damit unterstreichen, dass sie das Seegebiet für international hält.

Nordkorea
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Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm wird in der Region, aber auch darüber hinaus als Bedrohung angesehen. Sollte die als unberechenbar geltende Diktatur in den Besitz atomarer Mittelstreckenraketen kommen, wäre nicht nur Südkorea unmittelbar bedroht. Auch ist Nordkorea dabei, Interkontinentalraketen zu entwickeln. Als das Land zuletzt mit einer Rakete einen Satelliten in den Orbit schoss, löste das weltweit Empörung aus. Die internationale Gemeinschaft sieht in solchen Raketenstarts verdeckte Tests für das Atomwaffenprogramm.

Afghanistan
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Der Konflikt, von dem die Welt gehofft hatte, sie könne ihn nun der afghanischen Regierung überlassen, flammt wieder voll auf. Die Taliban kontrollierten jetzt so viel Territorium wie seit 2001 nicht mehr, hieß es jüngst in einem US-Bericht. Dutzende Bezirke sind umkämpft. Opferzahlen schießen in die Höhe. In 2015 starben allein mehr als 7000 Polizisten und Soldaten – Tausende Zivilisten wurden getötet oder verwundet. Ein instabiles Afghanistan ist umso gefährlicher, als auch der IS nun versucht, sich dort auszubreiten. Nach Schätzungen haben sie bisher 1000 bis 3000 Kämpfer.

Ein Drittel aller Bedürftigen kommen den Angaben zufolge aus den Staaten Syrien, Jemen und Afghanistan. Von den nun eingeforderten Geldern sollen im kommenden Jahr allein 3,4 Milliarden Dollar in das Bürgerkriegsland Syrien gehen sowie 4,7 Milliarden Dollar an syrische Flüchtlinge in der Region.

Im laufenden Jahr hatte die UNO 22,1 Milliarden Dollar gefordert, tatsächlich gingen bislang aber nur 11,4 Milliarden Dollar ein. Als die UNO vor 25 Jahren ihren ersten weltweiten Hilfsaufruf startete, sollten nur 2,7 Milliarden Dollar den Gesamtbedarf decken.

  • afp
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1 Kommentar zu "Hilfe in Krisengebieten: Uno fordert 20,9 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe"

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  • UNO, das ist der richtige Verein. Fordern, um Gutes zu tun. Absolut überflüssig. Auflösen den Verein und von den Kostenersparnissen, die die meisten Länder zahlen, Hilfen ermöglichen. Also, Hilfe zur Selbsthilfe und nur wenn diese Hilfsbedürftigen auch in den Ländern bleiben und dort aufbauen und sich selbst helfen.
    Nochmal, die UNO ist ein Schwafelverein und überflüssig.

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