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Hilfsangebot IWF will Mitspracherecht bei EZB-Anleihekäufen

IWF-Chefin Christine Lagarde will der Europäischen Zentralbank bei der Ausgestaltung und Überwachung beim Kauf von Staatsanleihen helfen. Gleichzeitig lobte die die Sparanstrengungen in Spanien und Italien.
09.09.2012 - 14:01 Uhr 5 Kommentare
IWF-Chefin Christine Lagarde will bei EZB-Käufen beratend zur Seite stehen. Quelle: AFP

IWF-Chefin Christine Lagarde will bei EZB-Käufen beratend zur Seite stehen.

(Foto: AFP)

Wladiwostok Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Zustimmung zum EZB-Anleihenkauf-Programm mit dem Angebot zur umfassenden Hilfestellung ergänzt. Der Fonds wolle der Europäischen Zentralbank (EZB) bei Ausgestaltung und Überwachung des Vorhabens zur Seite stehen, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Sonntag. Sie würdigte zudem die bisherigen Sparbemühungen Spaniens und Italiens, die nach ihren Worten deshalb die Hilfe anderer Mitglieder der Währungsunion verdienten.

Vor der IWF-Chefin hatte EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure erklärt, Teilnehmern des Bond-Programms würden nicht zwangsläufig weitere Sparmaßnahmen vorgeschrieben. IWF-Chefin Lagarde sagte weiter, die jüngsten Vorhaben in Europa zur Überwindung der Schuldenkrise ebneten den Weg nach vorne. "Wir haben das Gefühl, dass unsere europäischen Partner genau wissen, was sie zu tun haben", lobte Lagarde nach einem Gipfeltreffen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) im russischen Wladiwostok.

Zugleich mahnte sie eine koordinierte Umsetzung an. Sowohl beim Konzept als auch bei der Überprüfung des EZB-Progamms wolle der IWF mitwirken, fügte Lagarde hinzu. Der IWF spielt eine Schlüsselrolle bei den Hilfspaketen für angeschlagene Euro-Staaten. Als Mitglied der sogenannten Geldgeber-Troika, zu der auch die EZB und die EU-Kommission gehören, ist der IWF an der Prüfung der Spar- und Reformfortschritte der Regierungen beteiligt.

Lagarde brach beim Apec-Gipfel eine Lanze für die angeschlagenen Euro-Südländer Spanien und Italien. Die ehemalige französische Finanzministerin erklärte, beide Staaten hätten bereits weitreichende Maßnahmen zur Sanierung der Haushalte und zur Reform der Wirtschaft eingeleitet.

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    Die EZB hatte am Donnerstag ein Programm zum Ankauf von Staatsanleihen angekündigt, mit dem die Refinanzierungskosten kriselnder Euro-Staaten wie vor allem Spanien gesenkt werden sollen. Bedingung dabei ist aber, dass die Staaten unter die Euro-Rettungsschirme schlüpfen und damit verbundene Reformauflagen akzeptieren. Vor Lagarde hatte bereits der französische EZB-Banker Coeure versucht, angeschlagenen Euro-Ländern die Hemmungen vor dem neuen Anleihe-Kaufprogramm der Zentralbank zu nehmen. Teilnehmern des Programms würden nicht zwangsläufig weitere Sparmaßnahmen vorgeschrieben, sagte Coeure am Samstag im französischen Rundfunk.

    Ziel sei es nicht, einem Land auf Konsolidierungskurs noch weitere Einschnitte aufzuerlegen. "Einige Länder haben bekanntlich bereits eine Reihe von Schritten in die richtige Richtung unternommen, so dass nicht unbedingt weitere Forderungen an sie gestellt werden", fügte Coeure auf France Inter hinzu. Das EZB-Programm wie auch die von der europäischen Politik bereits beschlossenen Euro-Stabilisierungsfonds ESM und der EU-Fiskalpakt haben heftige Debatten ausgelöst. Das Bundesverfassungsgericht urteilt am Mittwoch über mehrere Eilanträge gegen den ESM und den Fiskalpakt.

    • rtr
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    5 Kommentare zu "Hilfsangebot: IWF will Mitspracherecht bei EZB-Anleihekäufen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Hilfsangebot des IWF?
      Die wollen doch nur noch weiter die EZB untergraben und ihre eigenen Interessen durchsetzen.

    • Interessant ist festzustellen, dass, offenbar immer, wenn eine wichtige Entscheidung ansteht, diese Finanzjongleure aus allen Teilen der Welt nahezu gleichzeitig melden und ihre Empfehlungen aufdrängen. Diese NWO-Arbeitskreise sind jedenfalls sehr fleißig. Alle, auch unsere, damit kaum mehr Zeit bleibt zum Durchregieren. Hoffentlich schiebt das BVG diesem Zirkus endlich einen Riegel vor.

    • Ja, die Mentalitäten sind zu unterschiedlich.

      Und Madame Lagarde legt sich unbekümmert auch weiterhin auf die Sonnenbank, obwohl sie weiß, dass das sehr gefährlich ist ..... und obendrein noch häßlich macht!

    • Ziel sei es nicht, einem Land auf Konsolidierungskurs noch weitere Einschnitte aufzuerlegen. "Einige Länder haben bekanntlich bereits eine Reihe von Schritten in die richtige Richtung unternommen, so dass nicht unbedingt weitere Forderungen an sie gestellt werden", fügte Coeure auf France Inter hinzu .....
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      Und so werden bereits heute weitere - erforderliche!!! - Konsolidierungsbemühungen der hochverschuldeten Südländer im Keim erstickt, ..... bevor sie sich unter dem ESM versammelt haben! So wird das nichts mit dem Euro. Wahrscheinlich hat G. Soros recht, wenn er spekuliert, dass ein Austritt Deutschlands aus dem Euro für alle Beteiligten das Beste sei (die Mentalitäten sind zu unterschiedlich)!

    • Hier melden sich die Mitglieder der angestrebten finanziellen Weltregierung und melden ihre Ansprüche an.

      Hilft der IWF den Zentralbanken von Russland und China?
      Natürlich nicht. Das sind noch keine Unterabteilungen der FED und von GS.

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