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Hilfsgelder EU-Länder rufen EU-Strukturfonds kaum ab

Mehr als 340 Milliarden Euro stehen seit knapp fünf Jahren für alle EU-Länder bereit, doch insbesondere ärmere Staaten rufen davon nur wenig ab. Ihnen bleiben noch drei Jahre, bis die Förderungen eingestellt werden.
18.04.2013 - 16:22 Uhr 2 Kommentare
Ein Apartment-Block in Baia Mare im Nordwesten Rumäniens: Das Land hat besonders wenig Geld aus dem EU-Strukturfonds abgerufen. Quelle: dpa

Ein Apartment-Block in Baia Mare im Nordwesten Rumäniens: Das Land hat besonders wenig Geld aus dem EU-Strukturfonds abgerufen.

(Foto: dpa)

Brüssel Die 27 EU-Länder haben seit 2007 nur gut 42 Prozent der in den sogenannten Strukturfonds bereitstehenden 347 Milliarden Euro abgerufen. Dies geht hervor aus einem am Donnerstag von der EU-Kommission veröffentlichten Zwischenbericht über die Arbeit des Regionalfonds, des Sozialfonds und des Kohäsionsfonds. Die Fonds hätten dennoch erheblich zur Bewältigung der Wirtschaftskrise beigetragen.

Vor allem eher arme Staaten wie Bulgarien, Italien, Ungarn, Rumänien, Malta, Tschechien und die Slowakei riefen besonders wenig Geld ab: Rumänien war mit 14,7 Prozent das Schlusslicht. Deutschland gehörte mit 52 Prozent zu den reichen Ländern mit gut funktionierender öffentlicher Verwaltung, die vergleichsweise viel Geld abriefen. In dem Bericht heißt es, nun blieben nur noch drei Jahre, um die restlichen 58 Prozent des EU-Geldes abzurufen.

Mit Hilfe der Fonds seien seit 2007 rund 400.000 Arbeitsplätze in der EU geschaffen worden, davon 50.000 in Großbritannien, 46.000 in Spanien und 40.000 in Deutschland. Außerdem hätten beispielsweise 1,9 Millionen Menschen Zugang zu Breitbandverbindungen bekommen und 2,6 Millionen zu Leitungswasser. Rund 53.000 Neugründungen von Unternehmen seien gefördert worden.

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    • dpa
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    2 Kommentare zu "Hilfsgelder: EU-Länder rufen EU-Strukturfonds kaum ab"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Vor allem eher arme Staaten wie Bulgarien, Italien, Ungarn, Rumänien, Malta, Tschechien und die Slowakei riefen besonders wenig Geld ab: Rumänien war mit 14,7 Prozent das Schlusslicht.
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      Armes Italien? Aber drittgrößte Industrienation Europas - alles klar!
      Und Rumänien kann wahrscheinlich die Antragsformulare nicht lesen.

    • "Deutschland gehörte mit 52 Prozent zu den reichen Ländern mit gut funktionierender öffentlicher Verwaltung, die vergleichsweise viel Geld abriefen."

      Ja wo ist es denn hin? Vielleicht doch in den "armen Ländern"? Als Subvention getarnt?

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