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Hilfspaket Griechenland greift sich erstes Rettungsgeld

Griechenland wird Kreisen zufolge voraussichtlich noch im Tagesverlauf die Auszahlung des ersten Teils des 110 Mrd. Euro schweren Hilfspakets beantragen. Die Deutschen sind sich uneins, wie sie unterstützen bewerten sollen. Nur eine knappe Mehrheit begrüßt die Hilfe - trotz hohe Sympathiewerte für das Land.
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Finanzminister Papakonstantinou kündigte an, zurücktreten zu wollen, sollte sein Sparprogramm keinen Erfolg haben. Quelle: ap

Finanzminister Papakonstantinou kündigte an, zurücktreten zu wollen, sollte sein Sparprogramm keinen Erfolg haben.

(Foto: ap)

HB ATHEN/BERLIN. Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinou hatte angekündigt, zunächst 20 Mrd. Euro abzurufen. Damit soll die am 19. Mai auslaufenden zehnjährigen Staatsanleihe zurückgezahlt werden. Dabei werden 8,5 Mrd. Euro fällig. Die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds hatten ein Hilfspaket von 110 Milliarden Euro geschnürt, zu dem Deutschland 22,4 Milliarden Euro beisteuert.

Papakonstantinou kündigte derweil an, zurücktreten zu wollen, sollte sein Sparprogramm keinen Erfolg haben. „Wenn wir weitere Maßnahmen treffen müssen, würde dies bedeuten, dass ich gescheitert bin. Dann werde ich zurücktreten“, sagte er im griechischen Fernsehen Skai. In dem Interview, das am späten Montagabend ausgestrahlt wurde, sagte Papakonstantinou weiter, Griechenland werde seinen kurzfristigen Verpflichtungen bis zum 19. Mai nachkommen. Dann sei das Land zunächst „über dem Berg“, hieß es. Die Regierung kündigte gleichzeitig weitere Einsparungen an. Betroffen sind diesmal die Renten-, Pensions- und Krankenkassen.

Athen stehen zunächst 5,5 Mrd. Euro seitens des Internationalen Währungsfonds sofort zur Verfügung. In den kommenden Tagen erwarte Athen die ersten bilateralen Hilfen seitens der anderen Euroland-Partner.

Die Gewerkschaften kündigten ihrerseits eine Demonstration gegen die neuen Sparmaßnahmen für Mittwochnachmittag an. Die zwei Gewerkschafts-Dachverbände des privaten und staatlichen Sektors (GSEE und ADEDY) wollten bis dahin auch entscheiden, ob sie außerdem erneut streiken. „Wenn wir jetzt nichts unternehmen, werden die Kassen zusammenbrechen. Ohne Reformen wird es keine Renten geben“, sagte Griechenlands Arbeitsminister Andreas Loverdos bei der Präsentation eines Gesetzesentwurfes am Vorabend im Fernsehen.

Unter anderem soll die Zahl der Renten- und Pensionskassen in Griechenland von heute 13 auf nur noch drei reduziert werden. Damit soll das System übersichtlicher werden. Rentner, die mehr als 1400 Euro monatlich erhalten, sollen stufenweise zwischen drei bis neun Prozent an Solidaritätsabzüge hinnehmen. Diese Abzüge sollen in die Rentenkassen fließen, um damit Menschen mit kleinen Renten zu unterstützen.

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