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Hintergrund sind Sanktionen gegen bosnische Serben Bosnischer Außenminister tritt zurück

Nach dem Rücktritt des bosnisch-serbischen Regierungschefs Mikerevic ist auch der Außenminister Bosnien-Herzegowinas, Ivanic, zurückgetreten.

HB BERLIN. In Sarajevo hat der bosnische Außenminister Mladen Ivanic seinen Rücktritt erklärt. Laut Aussagen eines Beraters gab Ivanic keinen Grund für seinen Rücktritt an. Am Freitag war bereits der Ministerpräsident der bosnischen Serbenrepublik, Dragan Mikerevic, zurückgetreten. Mikerevic reagierte damit auf die Verhängung internationaler Sanktionen gegen die bosnischen Serben.

Die USA hatten am Donnerstag Sanktionen gegen die bosnischen Serben verhängt. Damit wollen sie erreichen, dass mutmaßliche Kriegsverbrecher festgenommen werden und an das Tribunal in Den Haag überstellt werden. Außerdem entließ der internationale Bosnien-Verwalter Paddy Ashdown neun bosnisch-serbische Beamte. Sie sollen Verdächtigen geholfen haben.

Die Sanktionen, die gemeinsam von Ashdown und dem US-Botschafter Douglas McElhaney verkündet worden waren, sehen Reiseverbote für die Führung der zwei größten bosnisch-serbischen Parteien vor. Auch für den zurückgetretenen Ivanic galt als Vorsitzender der Partei für Demokratischen Fortschritt das Reiseverbot.

Die bosnischen Serben haben bisher nicht einen der mutmaßlichen Kriegsverbrecher auf ihrem Gebiet festgenommen. Die Sicherheitskräfte werden von der internationalen Verwaltung beschuldigt, Verdächtige zu beschützen statt sie aufzuspüren. Auf freiem Fuß sind der frühere Führer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic und sein ehemaliger Militärchef Ratko Mladic.

Bosnien-Herzegowina ist seit Abschluss des Daytoner Friedensabkommen im Jahr 1995 in zwei Teile aufgeteilt: Eine Föderation von Muslimen und Kroaten und die Republik der bosnischen Serben. Sie haben jeweils eine eigene Polizei und eine eigene Regierung und sind durch gemeinsame staatliche Institutionen verbunden.In Sarajevo ist der Sitz der gesamtbosnischen Regierung.

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