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Historischer Besuch auf Kuba Obama ermuntert Castro zu Reformen

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Welchen Unternehmen Obama den Weg nach Kuba bahnt

Diese Investitionen auf Kuba versprechen Milliarden

Obama betonte trotz aller Differenzen angesichts des ersten Besuchs eines US-Präsidenten in Kuba seit 1928: „Es un nuevo día“ („Das ist ein neuer Tag“). „Wir bewegen uns nach vorn und schauen nicht zurück.“

Vor Obama war als US-Präsident nur Calvin Coolidge 1928 zu Besuch in Kuba, nach der Revolution 1959 kam es zu heftigen Konflikten und zu einem US-Handelsembargo. Erstmals ertönte beim Besuch Obamas die US-Hymne für einen amerikanischen Präsidenten im Revolutionspalast. Ein Treffen Obamas mit Revolutionsführer Fidel Castro war nicht geplant.

Nach der Revolution und dem Wandel Kubas zum Sozialismus gab es eine jahrzehntelange Feindschaft zwischen Kuba und den USA. Kuba band sich eng an die Sowjetunion, 1962 war die Welt nach der Stationierung sowjetischer Raketen am Rande eines Atomkrieges. Die USA straften Kuba mit einem Embargo, das neben einem Handelsboykott touristische Reisen von US-Bürgern und Direktflüge verhinderte sowie Geschäfte von US-Firmen mit Kuba untersagte. Es wurde zuletzt sukzessive gelockert.

Sondererlaubnis für Tourismusunternehmen

Obama kündigte bei dem Besuch weitere Schritte für eine Annäherung der langjährigen Feinde an: So werde American Airlines noch in diesem Jahr Direktflüge von den USA nach Kuba aufnehmen. Im Revolutionspalast hatte Obama zuvor mit Castro über eine weitere Vertiefung der Beziehungen gesprochen, der Prozess war Ende 2014 begonnen worden.

So können künftig Touristen aus aller Welt in den beliebten Airbnb-Privatunterkünften übernachten. Bislang gab es das Angebot des US-Unternehmens nur für amerikanische Bürger. Vom 2. April an werde es auch für Reisende aus allen anderen Ländern angeboten, teilte Airbnb mit. Möglich werde dies durch eine Sondererlaubnis der US-Regierung. Bisher gebe es bereits 4000 Unterkünfte in Kuba. Castro setzt auf mehr Touristen in seinem Land - und damit eine Steigerung der Staatseinnahmen.

Auch das US-Kreuzfahrtunternehmen Carnival soll bald kubanische Häfen ansteuern dürfen und autorisierte US-Reisende in Kuba an Land lassen. Ab Mai sollen Tickets für eine Reise verkauft werden, die in Havanna, Santiago und Cienfuegos Station machen wird. Unterdessen soll das Telekommunikationsunternehmen dafür sorgen, dass die entsprechenden US-Handys des Anbieters in Kuba funktionieren. Bisher ist ein Roaming für die meisten US-Bürger nicht möglich.

Am Dienstag will sich Obama in einer Rede an die kubanische Bevölkerung wenden. Auch Treffen mit Privatunternehmern und Oppositionellen sowie der Besuch eines Baseballspiels stehen auf seinem Programm. "Die Zeit war reif", sagte Obama dem Fernsehsender ABC zu seiner Reise. "Unsere Absicht war immer, eine Dynamik zu schaffen, ohne zu vergessen, dass der Wandel nicht von einem Tag auf den nächsten kommt."

Brexit 2019
  • dpa
  • afp
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1 Kommentar zu "Historischer Besuch auf Kuba: Obama ermuntert Castro zu Reformen"

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  • Und somit ist der Anfang gemacht, dass Kuba zum nächsten US Bundesstaat werden kann. Sowie der Inselstaat Hawaii.

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