Höchstens zehn Milliarden Euro Griechenland hofft auf weitere Hilfe ohne Auflagen

Griechenlands Finanzminister Jannis Stournaras will ein neues Rettungspaket, aber keine neuen Auflagen. „Wir sprechen nicht über ein neues Rettungspaket, sondern über ein Paket mit Wirtschaftshilfen.“
35 Kommentare
Finanzminister Jannis Stournaras: „Wir sprechen nicht über ein neues Rettungspaket, sondern über ein Paket mit Wirtschaftshilfen.“ Quelle: Pilos für Handelsblatt

Finanzminister Jannis Stournaras: „Wir sprechen nicht über ein neues Rettungspaket, sondern über ein Paket mit Wirtschaftshilfen.“

(Foto: Pilos für Handelsblatt)

Athen/BerlinDie griechische Regierung schätzt ihren zusätzlichen Finanzbedarf in den kommenden Jahren auf rund zehn Milliarden Euro und hofft auf Unterstützung ohne neue Bedingungen. „Wenn Griechenland neue Hilfen braucht, werden es etwa zehn Milliarden Euro sein“, sagte Finanzminister Jannis Stournaras der Zeitung „Proto Thema“ am Sonntag. „Wir sprechen nicht über ein neues Rettungspaket, sondern über ein Paket mit Wirtschaftshilfen“, fügte er hinzu. Die Pflichten Griechenlands im Gegenzug für die bereits von seinen internationalen Geldgebern gewährten Hilfen seien bis 2016 festgelegt und dürften nicht verändert werden.

Griechenland wird derzeit mit einem zweiten Hilfspaket des Euro-Rettungsschirms EFSF und des Internationalen Währungsfonds IWF in Höhe von 163,7 Milliarden Euro gestützt, das allerdings Ende 2014 ausläuft. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte vergangene Woche gesagt, das Land werde ein weiteres Programm benötigen, aber keine Zahlen genannt. EU-Energiekommissar Günther Oettinger sagte am Wochenende, er rechne mit einem „kleinen zweistelligen Milliardenbetrag“.

Stournaras sagte, es gebe keine Debatte über einen zweiten Schuldenschnitt in Griechenland. Welche weitere Hilfen das Land benötige, hänge davon ab, ob es gelinge, einen Primärüberschuss im Haushalt zu erreichen, also ohne Zinsdienst für Altschulden. Ende 2013 werde feststehen, ob dies in diesem Jahr gelinge oder im nächsten Jahr erreicht werde. Einen Primärüberschuss hatten die Euro-Finanzminister, neben der Einhaltung von Reformzusagen, zur Bedingung für weitere internationale Hilfen gemacht.

Schäuble sagte am Sonntag beim Tag der Offenen Tür der Bundesregierung, wenn Griechenland zum Ende des laufenden Programms alle Verpflichtungen erfüllt habe, einen Primärüberschuss erziele und weitere Hilfen brauche, sei vereinbart, weitere Hilfe zu prüfen. „Es ist hochwahrscheinlich, dass es dazu kommt“, fügte er hinzu. Dies werde aber im Jahr 2014 geprüft und festgestellt. Einen zweiten Schuldenschnitt lehnte er erneut ab.

Krisengebiet Athen

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Höchstens zehn Milliarden Euro - Griechenland hofft auf weitere Hilfe ohne Auflagen

35 Kommentare zu "Höchstens zehn Milliarden Euro: Griechenland hofft auf weitere Hilfe ohne Auflagen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • 1.Luege: "Griechenland bekommt weitere Hilfen ohne Auflagen!"

    Die Wahrheit (HB-Artikel):
    "Die griechische Regierung schätzt ihren zusätzlichen Finanzbedarf in den kommenden Jahren auf rund zehn Milliarden Euro und hofft auf Unterstützung ohne neue Bedingungen. „Wenn Griechenland neue Hilfen braucht, werden es etwa zehn Milliarden Euro sein“" Also, GR hofft, bis zu 10 Milliarden ohne Auflagen zu bekommen - was allerdings in realistisch ist, da alle Hilfen mit Auflagen verbunden waren/sind.

    Auch der Rest ist Unfug:

    "Denn Griechenland sitzt trotz Staatspleite und zusammengebrochener Wirtschaft am längeren Hebel."

    Ohne das Geld der Rettungsschirme/IWF ist GR pleite, daher werden auch die Auflagen erfuellt, zwar z.T. mit Verspaetung, aber sie werden erfuellt. GR hat kein Geld, nur Schulden und ist daher auf die Kredite der Rettungsschirme/IWF angewiesen - von wegen "sitzt am laengeren Hebel".

    "Denn wenn die Zone das nicht tut, dann drucken die Griechen einfach ihre Schulden."

    Wie soll das Gehen, was soll das sein "Schulden drucken"? Meinen Sie Geldscheine drucken? Die nat. Zentralbanken duerfen nur soviel Geld drucken, wie Ihnen von der EZB zugestanden wird...

    Also: Setzen, sechs...

  • PETITION gegen die RETTUNGSPOLITIK:

    Hier unterzeichnen und den Wahnsinn stoppen:

    http://www.change.org/de/Petitionen/stopp-der-zahlungen-an-griechenland-und-offenlegung-von-alternativen

    NUETZEN SIE IHRE STIMME

  • Griechenland bekommt weitere Hilfen ohne Auflagen!

    Denn Griechenland sitzt trotz Staatspleite und zusammengebrochener Wirtschaft am längeren Hebel. Die werden niemals freiwillig austreten, wir können sie nicht rausschmeißen, also bleibt der Zone nichts anderes übrig als den Griechen für immer zu helfen. Denn wenn die Zone das nicht tut, dann drucken die Griechen einfach ihre Schulden. Die folgende Hyper-Inflation würde Niedriglohndeutschland zerfetzen.

    Die EU mit dem Euro ist das katastrophalste politisch wirtschaftliche Konstrukt aller Zeiten. Was die EU mit Deutschland macht, grenzt an einen Genozid!

  • Die anderen Armen EU Länder hätten sicher auch gern 10 Mrd ohne bedigungen..... und ich glaube die Rumänen, Slowaken und Bulgaren hätten es nötiger...


  • Zitat...Griechenland braucht ein Ende der Korruption in der Finanzverwaltung, eine Halbierung der personellen Besetzung seines Staatsapparats und eine Entbürokratisierung seiner Wirtschaftspolitk....
    --------------------------------------
    Gut gebrüllt Löwe.
    Griechenland brauchte diese Attribute nicht in den vergangenen 30 Jahren, braucht sie nicht in der weiteren Zukunft. Offenbar "kennen" Sie Griechenland immer noch nicht.

    Viel Glück mit dieser für Hellas einfältigen Berlin-Brüssel-Denke. Logisch erscheinender Denkansatz, gleichwohl "hellasbedingt" nicht umsetzbar. Somit zum Scheitern schon im Ansatz verurteilt. Wedel bitte jetzt nicht mit der Eurostat-Steuerstatistik rum.

    P.S: Vor Jahren verschwanden im Korrupotionssäckel 150 MIo Euro Strukturhilfe zum Aufbau einer effentiven Finanzbehörde.

    Jamas Freunde der langen Nasenringleine. Weiter geht`s in der planlosen Rettungsendlosschleife.

  • O-Ton
    ---------------------
    Die griechische Regierung schätzt ihren zusätzlichen Finanzbedarf in den kommenden Jahren auf rund zehn Milliarden Euro und hofft auf Unterstützung ohne neue Bedingungen. „Wenn Griechenland neue Hilfen braucht, werden es etwa zehn Milliarden Euro sein“, sagte Finanzminister Jannis Stournaras der Zeitung „Proto Thema“ am Sonntag. „Wir sprechen nicht über ein neues Rettungspaket, sondern über ein Paket mit Wirtschaftshilfen“, fügte er hinzu.
    ---------------------

    Das war ja zu erwarten.

    Nachdem Steinbrück, Trittin, Wagenknecht und Lucke von der angeblichen Notwendigkeit eines Schuldenschnitts schwadronieren mußten, stehen die Griechen auch schon wieder mit dem Bettelhut auf der Matte.

    Man muß zugeben - Stournaras macht das recht geschickt. Sein Vorschlag vermeidet es Schäuble zu ärgern, der ja keinen Schuldenschnitt will.

    Und die Opfer von Lucke/Wagenknecht-Propaganda müssen erleichtert sein.

    160 Milliarden wollte Lucke den Griechen schenken - aber die wollen bloß 10!

    Da wischt sich so mancher Michel den Angstschweiß von der Stirn - bloß 10 milliarden statt 160?

    Was für ein netter Mann dieser Jannis Stournaras doch ist!

    ...

    Tatsache ist: Griechenland braucht WEDER einen Schuldenschnitt noch ein 10-Milliarden-Geschenk.

    Griechenland braucht ein Ende der Korruption in der Finanzverwaltung, eine Halbierung der personellen Besetzung seines Staatsapparats und eine Entbürokratisierung seiner Wirtschaftspolitik.

  • @Ric

    "kein einziger Punkt ist richtig."

    Vielleicht habe ich tatsaechlich die Punkte nicht richtig gesetzt - aber die Inhalte sind nachweisbar richtig. Aus Platzgruenden (2000 Zeichen...) kann ich natuerlich nicht jeden Punkt ausfuehrlich abhandeln, es kann sich aber jeder der Zweifel hat oder Details wissen moechte, selbst informieren, z.B. Google, alternativer Newsletter, Wahlprogramm. Hier mal 2 Bsp. aus dem Wahlprogramm:

    "Wir fordern, dass hoffnungslos überschuldete Staaten wie Griechenland durch einen Schuldenschnitt entschuldet werden."

    "Wir fordern, dass Subventionen für erneuerbare Energien stattdessen aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden."
    [...]



    i]Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette[/i]

  • @ Eddie, Affe der Dritte

    Zitat : Die AfD (Armut fuer Deutschland)

    na, du kleines Grossmaul, wieder am werkeln....?

    Die Abkürzung AfD ist heute ( in der Jauch-Sendung ) von einem sehr ansehnlichen Demokraten Deutschlands, H . Bahr ( über 90 Jahre alt, sehr erfahren ) , neu definiert worden !

    Und an diese Definition hast du dich, als kleine Pöbelratte, auch zu halten :

    AfD ==> Allianz für Deutschland !!!!!

  • @Eddie,
    üble Diffamierung, kein einziger Punkt ist richtig.

  • Gruende, warum die AfD fuer anstaendige intelligente Menschen nicht waehlbar ist:
    1. Umverteilung nach Oben: die AfD fordert einen einheitlicher Steuersatz von 25 % (Kirchhof-Modell), d.h. weniger Steuern fuer Gutverdiener/Reiche. Die EEG-Umlage soll durch eine Ökostrom-Förderung mit Steuermittel ersetzt werden, damit die grossen Verbraucher weniger zahlen.
    2. Die "Koepfe" der AfD Lucke, Henkel und (Un)Sinn plaedieren ("Hamburger Appell", "Verspielt nicht eure
    Zukunft!") fuer Hungerloehne, laengere Arbeitszeiten, weniger Urlaub, Sozialabbau, und gegen Lohnerhoehungen, Mindestloehne um die Gewinne der Unternehmer weiter zu steigern.
    3. Die AfD haelt nicht viel von Demokratie. In der Partei herrscht das Fuehrer-Prinzip, der Sprecher Adam ist ein bekannter Anti-Demokrat der Armen, Rentnern u. Beamten das Wahlrecht entziehen will
    4. Die AfD fordert einen Schuldenschnitt fuer GR und will damit den Griechen 50 Milliarden EUR schenken (Lucke 22.08. im Deutschlandduell)
    5. Unsolide Finanzen: Steuergeschenke, Oekostrom und GR-Schuldenschnitt kosten min. 150 Milliarden - Kontept zur Finanzierung fehlt. Dazu kommen noch riesige Kosten/ Einnahmeausfaelle durch die Hungerloehne.
    6. Die AfD will das GG aendern, damit kuenftig Deutschland Angriffs-Kriege fuehren kann (A. Gauland, stellv. Sprecher: Krieg sei die „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln")
    7. Prof. Oberender (wiss. Beirat) fordert den kommerziellen Organhandel (Arme sollen ihre Organe verkaufen), Prof. Smirnova (Beisitzerin) Zwangsunterricht fuer Hilfsbedürftige/Asylbewerber.
    Die AfD ist eine rechtslastige neoliberale (Steinzeit-Kapitalisten) Partei, die ihrer Klientel, den Gutverdienern und Reichen, Vorteile besorgen soll. Die AfD (Armut fuer Deutschland), die mit ihrer angeblichen Anti-EUR-Haltung
    auf Bauernfang geht, ist eine Alternative zu Vernunft und Wohlstand...

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%