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Hohe Defizite Spanische Regierung beschließt Energiesektor-Reform

Seit Jahren fahren die spanischen Energieversorger Defizite ein – nun hat die Regierung genug und reformiert den ganzen Sektor. Schuld am Minus sind aber auch staatlich regulierte Strompreise.
12.07.2013 - 19:27 Uhr Kommentieren
Damit bei einigen spanischen Energieversorgen nicht bald der Stecker gezogen werden muss, greift die Regierung nun in den Markt ein. Quelle: dpa

Damit bei einigen spanischen Energieversorgen nicht bald der Stecker gezogen werden muss, greift die Regierung nun in den Markt ein.

(Foto: dpa)

Madrid Die spanische Regierung hat eine umfassende Reform des Energiesektors beschlossen. Der Staat will damit gegen die seit Jahren steigenden Defizite der Branche vorgehen, wie Vize-Regierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Freitag nach der Kabinettssitzung sagte. Die hohen Kosten für die Energieproduktion und vergleichbar niedrige Strompreise, die teils staatlich reguliert sind, hatten dazu geführt, dass seit 2005 ein Minus von 26 Milliarden Euro aufgelaufen ist. Pro Jahr wuchs es um weitere vier Milliarden Euro.

Die Regierung beschloss nun, jährliche Subventionen für die Energiewirtschaft um 2,7 Milliarden Euro zu kürzen. Gleichzeitig will sie allerdings 900 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt investieren. Weitere 900 Millionen Euro sollen die Verbraucher aufbringen, indem der Strom für sie teurer wird. Auf die Bürger kommen in den kommenden Wochen demnach Preiserhöhungen von 3,2 Prozent zu. Die Arbeitslosigkeit in Spanien liegt derzeit bei über 27 Prozent.

An der Börse in Madrid fürchtete die Investoren offenbar negative Auswirkungen für die Energiekonzerne: Zahlreiche Aktien von Versorgern und Netzbetreibern verloren am Freitag deutlich an Wert.

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