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Hohes Haushaltsdefizit Saudi-Arabien will mit Privatisierungen offenbar 55 Milliarden Dollar einnehmen

Die Coronakrise sowie der Einbruch der Ölpreise belasten das Königreich weiterhin. Einem Bericht zufolge will Saudi-Arabien nun das Haushaltsdefizit unter Kontrolle bringen.
24.05.2021 - 12:11 Uhr Kommentieren
Das Privatisierungsprogramm umfasse keine weiteren Verkäufe von Vermögenswerten durch Saudi Aramco, der staatlichen Ölgesellschaft. Quelle: Reuters
Ölraffinerie

Das Privatisierungsprogramm umfasse keine weiteren Verkäufe von Vermögenswerten durch Saudi Aramco, der staatlichen Ölgesellschaft.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Saudi-Arabien will einem Bericht der „Financial Times“ zufolge durch Privatisierungen in den kommenden vier Jahren etwa 55 Milliarden Dollar einnehmen. Dadurch wolle Riad die Einnahmen erhöhen und das Haushaltsdefizit senken.

Finanzminister Mohammed al-Dschadan habe dem Bericht zufolge gesagt, dass das Land bis 2025 160 Projekte in 16 Sektoren ausgemacht habe. Dazu gehöre der Verkauf von Vermögenswerten und öffentlich-privaten Partnerschaften.

Saudi-Arabiens Ziel sei es, das Management und die Finanzierung von Gesundheitsinfrastruktur und -dienstleistungen an den privaten Sektor auszulagern, ebenso wie städtische Verkehrsnetze, Schulgebäude, Flughafendienste und Wasserentsalzungs- und Kläranlagen. Der Verkauf von Vermögenswerten würde auch Fernsehtürme, Hotels im Besitz der Regierung sowie Fernkühlungs- und Entsalzungsanlagen umfassen.

Das Programm sei Teil des Bestrebens von Kronprinz Mohammed bin Salman. Dieser will die staatlich dominierte, ölabhängige Wirtschaft überholen und das Königreich modernisieren. Al-Dschadan zufolge sei das Privatisierungsprogramm eine Vorgabe der Zentralregierung. So sollten einige Dienstleistungen sowie Versorgungseinrichtungen nicht mehr von der Regierung betrieben werden. Dies würde die Privatisierung auf die nächste Stufe bringen.

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    Im vergangenen Jahr betrug das Haushaltsdefizit des Landes 79 Milliarden Dollar – was zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von Saudi-Arabien entspricht. Durch die Privatisierung sollten dem Bericht zufolge die Einnahmen erhöht und die staatlichen Dienstleistungen verbessert werden.

    Haushaltsdefizit soll auf 4,9 Prozent des BIP sinken

    Der Minister hoffe, 38 Milliarden Dollar durch den Verkauf von Vermögenswerten und 16,5 Milliarden Dollar durch öffentlich-private Partnerschaften zu sichern. Dadurch solle das Haushaltsdefizit schon im laufenden Jahr auf 4,9 Prozent des BIP gesenkt werden. Das Königreich bemühe sich, sich von der Coronavirus-Pandemie sowie dem Einbruch der Ölpreise zu erholen.

    Das Privatisierungsprogramm umfasse jedoch weder Unternehmen, die dem Public Investment Fund gehören, dem Staatsfonds, noch weitere Verkäufe von Vermögenswerten durch Saudi Aramco, der staatlichen Ölgesellschaft.

    Saudi-Arabien begann sein Privatisierungsprogramm vor drei Jahren und kündigte den Verkauf von Sportvereinen, Mühlen und einer Wasserentsalzungsanlage an. Das Vorhaben lief jedoch schleppend. Das Privatisierungsgesetz des Königreichs, das seit mehreren Jahren in Arbeit ist, soll im Juli verabschiedet werden.

    Mehr: Saudi-Aramcos Milliarden-Dividenden gehen auf Kosten der Zukunft. Ein Kommentar.

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