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Homo-Ehe in Irland Auszählung zum Referendum beginnt

Ja oder Nein? Das Referendum über die Zulassung der Homo-Ehe in Irland ist beendet, nun geht es an die Auszählung. Das stark katholisch geprägte Irland könnte am Tag nach der Volksbefragung Geschichte schreiben.
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Das Referendum ist beendet, die Auszählung zur Entscheidung über die Homo-Ehe kann beginnen. Quelle: dpa
Regenbogenherzen in Dublin

Das Referendum ist beendet, die Auszählung zur Entscheidung über die Homo-Ehe kann beginnen.

(Foto: dpa)

Dublin Begleitet vom Optimismus der Befürworter hat in Irland nach dem Referendum über die Legalisierung der Homo-Ehe am Samstag die Stimmauszählung begonnen. „Die Stimmboxen sind geöffnet, es ist ein Ja“, schrieb der für Gleichstellung zuständige Staatssekretär Aodhan O Riordain im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Auszählung startete um 9 Uhr (Ortszeit, 10 Uhr MESZ). Mit ersten Ergebnissen wurde ab dem Mittag gerechnet, mit einem belastbaren landesweiten Resultat aber nicht vor dem Nachmittag.

Die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen würde für das streng katholische Land einen Zeitenwandel bedeuten. Bis 1993 stand Homosexualität in Irland noch unter Strafe. Seit vier Jahren können Schwule und Lesben ihre Partnerschaften zwar eintragen lassen, eine wirkliche Gleichstellung mit heterosexuellen Paaren blieb ihnen aber verwehrt. Bei einem Sieg der Befürworter müsste die irische Verfassung geändert werden.

Ministerpräsident Enda Kenny hatte wie alle großen Parteien für die Homo-Ehe geworben. Die Volksbefragung bestimme das künftige Bild des Landes und berühre Fragen von „Toleranz", „Respekt", „Verständnis" und „Sensibilität". Die katholische Kirche lief Sturm. Doch mehrere Skandale um Kindesmissbrauch haben den Einfluss der einst in Irland übermächtigen Institution schwinden lassen.

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  • dpa
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