Huthi-Rebellion im Jemen Friedengespräche werden vermutlich verschoben

Der Einigungsprozess im Jemen gerät ins Stocken. Die Regierung hat die für den 14. Januar geplanten Friedensgespräche mit den schiitischen Huthis abgesagt. Steckt die sunnitische Schutzmacht Saudi-Arabien dahinter?
Seit März 2015 kämpfen die Huthi-Rebellen um die Macht im Jemen. Weite Teile der Hauptstadt sind bereits zerstört. Quelle: dpa
Zerstörtes Sanaa

Seit März 2015 kämpfen die Huthi-Rebellen um die Macht im Jemen. Weite Teile der Hauptstadt sind bereits zerstört.

(Foto: dpa)

KairoDie für den 14. Januar geplanten Friedengespräche für den Jemen werden nach Angaben der Regierung vermutlich verschoben. Es gebe Überlegungen, einen anderen Termin zu suchen, sagte ein Regierungssprecher am Samstag. Als Grund nannte er eine Erklärung von Präsident Ali Abdullah Saleh, er werde sich nicht an den Verhandlungen beteiligen. Zudem hätten die Huthi-Rebellen nicht ihr Versprechen eingehalten, Gefangene freizulassen.

Die Huthis werden vom Iran unterstützt, der sich als Schutzmacht der Schiiten begreift. Gegen sie kämpft eine Allianz sunnitischer Staaten unter der Führung Saudi-Arabiens. Der Krieg im Jemen ist damit auch ein Stellvertreterkonflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Bei den Kämpfen sind fast 6000 Menschen getötet worden.

  • rtr
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