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HWWA-Präsident spricht sich gegen Planungsminister aus Straubhaar: Europa kann die USA überholen

Trotz aller Kritik an der bisherigen Wachstumsstrategie der EU glaubt der Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA), Thomas Straubhaar, dass Europa langfristig das Potenzial hat, um die USA überholen zu können.

HB DÜSSELDORF. Die Staatsverschuldung in Europa sei wesentlich geringer als in Amerika, die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sei „sehr effizient“ und auch das Gesundheitswesen sei billiger als in den USA, sagte der HWWA-Präsident dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Das einzige, was die Amerikaner uns voraus haben, ist das innovative Wachstum von unten und die Risikobereitschaft zu eigenständigem Handeln“, so Straubhaar.

Das jetzt aufgegebene Ziel, die Europäische Union im Rahmen des so genannten Lissabon-Prozesses bis 2010 zur wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsregion der Welt zu machen, habe Züge „einer deklaratorischen Planwirtschaft wie in der Sowjetunion unter Chruschtschow“ getragen, sagte der Ökonom. Der habe in den fünfziger Jahren auch die Devise ausgegeben, eine stärkere Wirtschaftsmacht als die USA zu werden.

Von dem Vorschlag des EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso, in jedem EU-Land einen „Mister Lissabon“ zu ernennen, der über die Umsetzung der Agenda in seinem Land wachen soll, hält der Ökonom nichts: „Wenn den Sowjets nichts mehr einfiel, haben sie den Fortschritt auch personifiziert in einem Planungsminister.“

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