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IAEA-Bericht Iran fährt sein Atomprogramm herunter

Der Atomstreit im Mittleren Osten verliert an Schärfe: Nach aktuellen Erkenntnisse der IAEA wurde das iranische Atomprogramm in den vergangenen Monaten reduziert. Die Chance für eine diplomatische Lösung steigen.
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Irans Reaktoren sind insbesondere in Israel umstritten. Quelle: ap

Irans Reaktoren sind insbesondere in Israel umstritten.

(Foto: ap)

WienDer Iran hat seine Fähigkeiten zur Urananreicherung in den vergangenen Monaten nicht mehr ausgeweitet. Dies geht aus einem am Donnerstag in Wien vorgelegten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA hervor. Allerdings wurde entgegen den Forderungen des UN-Sicherheitsrats weiterhin angereichertes Uran produziert. Nur einige wenige Zentrifugen seien in der Haupt-Urananreicherungsanlage in Natans in Betrieb genommen worden, so der Bericht. In der Anreicherungsanlage Fordo wurden demnach keine neuen Zentrifugen installiert.

Es ist der erste Bericht der IAEA über das umstrittene iranische Atomprogramm seit dem Amtsantritt des als gemäßigt geltenden Präsidenten Hassan Ruhani. Mit dessen Amtsantritt habe Iran die Ausweitung des Atomprogramm aus politischen Gründen gestoppt, sagte ein hochrangiger Diplomat in Wien. „Es gibt für diesen Stopp absolut keinen technischen Grund.“

Im Forschungsreaktor Arak, der sich in Bau befindet, wurde der Reaktorkern laut Bericht ans Kühlsystem angeschlossen. Das sei aber die einzige größere Maßnahme in jüngster Zeit gewesen.

Unterdessen untermauerte US-Präsident Barack Obama den Willen zu Verhandlungen. „Wir wollen ihre Bereitschaft zu einer friedlichen Lösung testen.“ Es sei jetzt nicht die Zeit für weitere Sanktionen, sagte Obama in Washington.

Die IAEA hat vor wenigen Tagen mit dem Iran eine neue Abmachung unterzeichnet, die den bisherigen Stillstand überwinden und die Inspektion von einigen Atomanlagen erleichtern soll. Die UN-Behörde darf allerdings weiterhin nicht Anlagen zur mutmaßlichen Forschung an Atomwaffen untersuchen.

Die Atomverhandlungen sollen am 20. November in Genf fortgesetzt werden. Als größtes Hindernis für ein Abkommen gilt die Forderung Irans nach einer Anerkennung des Rechts auf Urananreicherung. Der Westen verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel eines zivilen Programms heimlich Nuklearwaffen zu entwickeln. Der Iran bestreitet das.

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