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Ibiza-Video Spendengeld-Affäre im Fall Strache weitet sich auf ÖVP und SPÖ aus

Schon lange ermittelt die Kriminalpolizei gegen die FPÖ wegen des Verdachts illegaler Spendengelder. Nun geraten aber auch ÖVP und SPÖ ins Blickfeld.
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Österreichs ehemaliger Vizekanzler beschuldigte im Ibiza-Video auch SPÖ und ÖVP, illegale Parteispenden angenommen zu haben. Quelle: dpa
Heinz-Christian Strache

Österreichs ehemaliger Vizekanzler beschuldigte im Ibiza-Video auch SPÖ und ÖVP, illegale Parteispenden angenommen zu haben.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Folgen der „Ibiza-Affäre“ um Österreichs ehemaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) weiten sich aus. Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt nun nicht mehr nur, ob illegale Spenden über parteinahe Vereine an die FPÖ geflossen sein könnten. In den Ermittlungsfokus sind jetzt auch die ÖVP und die SPÖ wegen desselben Verdachts geraten.

Die bereits Ende Mai erstellte Ermittlungsanordnung wurde der österreichischen Wochenzeitung „Falter“ zugespielt. In dem Dokument geht es auch um den Verdacht der Untreue durch Unternehmen, die angeblich an die Parteien gespendet haben.

In dem sogenannten Ibiza-Video sprechen der FPÖ-Politiker Strache und sein Parteikollege Johann Gudenus mit einer vermeintlichen russischen Oligarchin. Ihr wollten die Politiker als Gegenleistung für finanzielle Wahlkampfhilfe öffentliche Aufträge verschaffen.

Die Zahlungen sollten zur Verschleierung an parteinahe Vereine gehen, bevor die FPÖ sie bekommen hätte. In dem 2017 in einer Villa auf Ibiza entstandenen Video spricht Strache allerdings nicht nur von seiner eigenen Partei: Die Rede ist ebenso von Spendern, die ÖVP und SPÖ unterstützen würden.

Unter den Spendern seien Waffenfabrikant Gaston Glock, Investor René Benko und die Glücksspielfirma Novomatic. Diese bestreiten allerdings etwaige Verwicklungen – Strache entschuldigte sich später und erklärte, diese Spenden habe es nicht gegeben.

Die Ibiza-Affäre stürzte die Regierung Österreichs in eine Krise und führte letztlich zur Absetzung von Kanzler Sebastian Kurz und der Regierungskoalition aus ÖVP und FPÖ.

Mehr: Keine Interviews, kein Kontakt: Österreichs Kanzlerin Brigitte Bierlein boykottiert die Medien.

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