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Ideologisch motiviertes Verbrechen vermutet Festnahme nach Attentat auf Tschubais

Die Sicherheitsbehörden haben nach dem Anschlag auf den russischen Politiker und Wirtschaftsboss Anatoli Tschubais einen Ex-Oberst der Sowjetarmee als mutmaßlichen Tatbeteiligter festgenommen.

HB MOSKAU. Nach dem Anschlag auf den russischen Politiker und Wirtschaftsboss Anatoli Tschubais ist worden. Der 57-jährige frühere Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes GRU sei ein Spezialist für Sprengstoffanschläge, berichteten russische Medien am Freitag.

Der Ex-Offizier habe wahrscheinlich das Fluchtauto gefahren, mit dem angeblich zwei Attentäter nach dem gescheiterten Anschlag vom Donnerstag geflüchtet waren. Die Justizbehörden machten keine offiziellen Angaben dazu. Tschubais, der frühere Chef-Privatisierer in Russland und jetzige Vorstandsvorsitzende des Strommonopolisten EES Rossii, überstand das Attentat unverletzt.

Mögliches Motiv des Täters seien „ideologische Überzeugungen“, sagte ein nicht genannter Ermittler der Agentur Interfax. Weil die Privatisierung der 1990er Jahre den Reichtum Russlands in die Hände einiger weniger Geschäftsleute fallen ließ, war Tschubais äußerst unbeliebt. Der Offizier im Ruhestand habe eine Datscha in der Nähe von Tschubais Wohnhaus in dem Ort Schaworonki außerhalb von Moskau gehabt. Andere Experten vermuteten dagegen, der dilettantisch ausgeführte Anschlag sei möglicherweise nur inszeniert worden oder als Warnung geplant gewesen.

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