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Idlib Dutzende Tote bei Luftangriff auf Rebellendorf in Syrien

Ein Luftangriff im Nordwesten von Syrien hat vielen Menschen das Leben gekostet. Die Region ist eine der letzten unter der Kontrolle von Rebellen.
Update: 08.06.2018 - 14:22 Uhr Kommentieren
Syrien: Mindestens 35 Tote bei Luftangriff auf Rebellendorf Quelle: Reuters
Idlib

Derartige Luftangriffe in der Rebellenprovinz waren in den vergangenen Monaten relativ selten.

(Foto: Reuters)

DamaskusBei einem der blutigsten Luftangriffe seit Wochen sind in einem Rebellengebiet im Nordwesten Syriens Aktivsten zufolge mindestens 44 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien sechs Kinder und elf Frauen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. Mindestens 60 Menschen wurden demnach verletzt worden.

Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Menschenrechtler waren vermutlich russische Flugzeuge für die Bombardierung des Ortes Sardana in der Provinz Idlib am Vorabend verantwortlich. Rettungskräfte der Organisation Weißhelme erklärten, die Angriffe hätten auf einen Markt in der Nähe einer Moschee abgezielt. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte dagegen, russische Flugzeuge hätten keine Angriffe geflogen. Die Angaben der Menschenrechtsstelle seien falsch.

Die Provinz Idlib ist eines der letzten Gebiete Syriens, das noch von Rebellen kontrolliert wird. Besonders stark in der Region sind islamistische Kräfte, darunter der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

In der Provinz sind Zehntausende Flüchtlinge aus anderen ehemaligen Rebellengebieten des Landes untergekommen. Russland und der Iran als wichtigste Verbündete der Regierung sowie die Türkei als Unterstützer der Opposition hatten im vergangenen Jahr vereinbart, in Idlib eine so genannte Deeskalationszone zu errichten, von der Extremisten jedoch ausgenommen sind.

Seit 2011 sind nach UN-Angaben im syrischen Bürgerkrieg mehr als 400.000 Menschen getötet worden, Millionen sind im In- und Ausland auf der Flucht. Mittlerweile haben regierungstreue Truppen wieder die wichtigsten Teile des Landes unter Kontrolle.

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  • dpa
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