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Ilhan Omar Eine muslimische US-Politikerin ist Trumps neues Feindbild

Ilhan Omar ist den Hasstiraden des US-Präsidenten und seiner Anhänger ausgesetzt. Sie selbst sieht sich als „Amerikas Hoffnung und Trumps Albtraum“.
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„Ich bin da, wo ich hingehöre. Kommt damit klar.“ Quelle: Reuters
US-Demokratin Ilhan Omar

„Ich bin da, wo ich hingehöre. Kommt damit klar.“

(Foto: Reuters)

Washington Über Hillary Clinton lästert der US-Präsident noch immer, auch die Chef-Demokratin Nancy Pelosi bekommt den Spott von Donald Trump zu spüren. Jetzt hat er sich eine neue Feindin ausgesucht. Seit Tagen attackiert er die demokratische Kongressabgeordnete und Muslimin Ilhan Omar in einem Atemzug mit drei weiteren Politikerinnen mit Migrationshintergrund: Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley.

Die vier Demokratinnen kritisieren Trumps Anti-Flüchtlingskurs scharf, was Trump dazu veranlasste, ihnen per Twitter vorzuhalten, sie sollten „in ihre Verbrecherländer“ zurückkehren. Alle vier Frauen sind US-Bürgerinnen, einzig Omar wurde außerhalb der USA geboren: in der somalischen Hauptstadt Mogadischu.

Die 37-Jährige wird nun zur Hassfigur der Ultrarechten, angefacht durch Trumps unverhohlenen Nationalismus und Rassismus. Omar zählt zu den jüngsten Kongressmitgliedern, und sie ist die erste Abgeordnete in Washington, die den islamischen Hidschab trägt.

Ihre Familie floh aus Somalia, als sie acht Jahre als war. Im US-Bundesstaat Minnesota fand sie ein neues Zuhause. Als Teenager begleitete Omar ihren Großvater zu Veranstaltungen der Demokraten und übersetzte für ihn, später ging sie selbst in die Politik: Am Tag, an dem Trump ins Weiße Haus einzog, wurde Omar in das Parlament von Minnesota gewählt, im Zuge der Kongresswahlen 2018 wechselte sie nach Washington.

„Ich bin Amerikas Hoffnung und der Albtraum des Präsidenten“, sagt sie. Omar ist zum zweiten Mal verheiratet und hat drei Kinder, politisch steht sie links. So will sie etwa die Abschiebebehörde ICE auflösen. Republikaner werfen Omar Antiamerikanismus, Antisemitismus und Sozialismus vor.

Einige Äußerungen Omars stießen auch im Demokraten-Lager auf Kritik: Israels Siedlungspolitik lehnt sie radikal ab, und sie wirft Unterstützern der Israel-Lobby in den USA vor, käuflich zu sein. Zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sagte sie, „einige Leute“ hätten „etwas angerichtet“. Kritiker warfen ihr vor, die Anschläge zu relativieren.

Doch andere Vorwürfe Trumps, Omar unterstütze al-Qaida und habe einst ihren Bruder geheiratet, sind pure Hetze. Auf einer Kundgebung in North Carolina riefen Trump-Anhänger im Chor: „Schick sie zurück!“ Omar reagierte auf Twitter. „Ich bin da, wo ich hingehöre. Kommt damit klar.“

Mehr: Donald Trump hat nach der Verbalattacke gegen vier demokratische Parlamentarierinnen mit Migrationshintergrund nachgelegt. Die Demokraten werfen Trump Rassismus vor.

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3 Kommentare zu "Ilhan Omar: Eine muslimische US-Politikerin ist Trumps neues Feindbild"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ HerrSchoenenberg - Vielen Dank fuer Ihre Frage nach meiner politischen Gesinnung. Ich trete offen fuer eine freie und demokratische Gesellschaft ein. Ich unterstuetze offen Menschenrechte aller Menschen, unabhaengig ihrer politischen Gesinnung, sexuellen Orientierung und Religion. Ich bin ein Verfechter des selbststaendiges Denkens im Sinne Kants ein: "Habe den Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Denn es braucht mittlerweile in Deutschland wieder sehr viel Mut die Wahrheit zu denken und zu sagen.

    Und nein, ich bin kein Fan von Trump. Aber die Berichterstattung in den deutschen Medien zu oder aus den USA ist sehr einseitig und faktisch oft falsch.

    Ausser dem Antizionismus, was ist denn Ihre politische Gesinnung, Herr Schoenenberg?

  • Israels Siedlungspolitik lehne ich absolut ab; aber die ziehen das durch, mit Unterstützung der amerikanischen Regierung. Frau Pulvers politische Gesinnung würde mich interessieren; bisher kann man es nur vermuten,

  • Dieser Artikel ist so post-faktisch, dass er vielleicht im Spiegel oder in der TAZ stehen koennte, aber nicht im Handelsblatt! Ilhan Omar faellt immer wieder durch ihre antisemitischen Aeusserungen und ihre Unterstuetzung der ultra-linken und gewalttaetigen Antifa auf. Daher wird sie sogar innerhalb ihrer eigenen Partei scharf angegriffen. Ilhan als Opfer von "Hasstiraden" und als Maertyrerin hinzustellen oder zu behaupten, dass nur Ultra-Rechte sie nicht moegen, stimmt einfach nicht und ist propagandistische Rethorik.

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