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Immigration Trump schickt mehr als 5200 Soldaten an die Grenze zu Mexiko

Mit mehreren Tausend, teils bewaffneten Soldaten, will der US-Präsident die Grenze angesichts der näher kommenden Flüchtlinge aus Mittelamerika sichern.
Update: 30.10.2018 - 02:43 Uhr 1 Kommentar

US-Militär will über 5200 Soldaten an Grenze zu Mexiko stationieren

WashingtonDas US-Militär stationiert mehr als 5200 teils bewaffnete Soldaten an der Grenze zu Mexiko. Sie sollen Präsident Donald Trump im Bemühen unterstützen, die Grenze angesichts der näher kommenden Flüchtlinge aus Mittelamerika zu sichern, sagte General Terrence O'Shaughnessy am Montag.

800 Soldaten sind demnach bereits auf dem Weg zur Grenze in Texas. 5200 Soldaten sollen bis Ende der Woche in Bewegung gesetzt werden. Das wären weit mehr als die anfangs vorgesehenen 800 bis 1000 Soldaten.

„Das ist erst der Beginn dieses Einsatzes“, sagte O'Shaughnessy. „Wir werden die Zahl weiter anpassen und dann darüber informieren.“ Die Soldaten kämen zusätzlich zu den 2092 Nationalgardisten, die bereits auf Bitte Trumps an der Grenze seien. Die Nationalgarde untersteht den Bundesstaaten, den Oberbefehl über die Streitkräfte hat der Präsident.

„Viele Banden-Mitglieder und einige sehr böse Menschen haben sich unter die Karawane gemischt, die auf unsere Südgrenze vorrückt“, schrieb Trump auf Twitter. „Bitte geht zurück, ihr werdet keinen Zutritt zu den Vereinigten Staaten erhalten, wenn ihr nicht den Rechtsweg beschreitet. Das ist eine Invasion unseres Landes, und unser Militär wartet auf euch!“

Trump hat den Marsch der Migranten zum Wahlkampfthema gemacht. Möglich scheint, dass er vor den Kongresswahlen am 6. November Maßnahmen ergreift, um bei seiner republikanischen Wählerschaft zu punkten. Die sogenannte Migranten-Karawane dürfte aber nicht vor der Wahl an der US-Grenze ankommen.

Die Migranten legten am Montag eine rund 60 Kilometer lange Strecke im Süden Mexikos zurück. Vor allem Frauen und Kinder wurden unter anderem in Fahrzeugen des Roten Kreuzes transportiert. Andere Migranten konnten auf Lkw oder Transportern mitfahren. Dem Zug haben sich nach Schätzungen mittlerweile 3000 bis 5000 Menschen aus Honduras, Guatemala und El Salvador angeschlossen.

Eine Gruppe war am 13. Oktober in der honduranischen Stadt San Pedro Sula losgelaufen – nach und nach schlossen sich weitere Migranten an. Ihr Ziel sind die USA. Die meisten möchten die Grenzstadt Tijuana erreichen, die am Montag noch rund 3500 Kilometer entfernt war. Es gibt kürzere Strecken an die US-Grenze; diese führen jedoch durch die östlichen Bundesstaaten Veracruz, Tamaulipas und Nuevo León, die wegen Auseinandersetzungen zwischen mexikanischen Drogenkartellen weitaus gefährlicher sind.

Trotz der Drohungen Trumps erreichten immer mehr Menschen die Grenze Guatemalas zu Mexiko. Am Wochenende hatten sich erneut Tausende Migranten am Grenzübergang bei Tecún Umán versammelt, es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Ein 26-Jähriger aus Honduras wurde dabei von einem Gummigeschoss am Kopf tödlich verletzt. Unklar war zunächst, ob er bei einem Einsatz von Polizisten aus Guatemala oder aus Mexiko verletzt wurde.

Am Montag durchschwammen rund 1500 Migranten den Grenzfluss Suchiate. Mexikanische Grenzbehörden setzten sie kurzzeitig fest, ließen die Menschen aber anschließend ziehen.

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  • rtr
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1 Kommentar zu "Immigration: Trump schickt mehr als 5200 Soldaten an die Grenze zu Mexiko"

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  • Es handelt sich nur um eine verhaeltnismaessig sehr kleine Anzahl von Sozialfluechtlingen -
    weniger als einer von tausend aus den Gebieten wo sie herkommen. Wie steht es um die
    anderen 999? Natuerlich muessen die USA die Grenze dichtmachen sonst kommen Millionen.