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Impeachment-Ermittlungen Das steht auf Trumps Spickzettel zu den Sondland-Aussagen

US-Präsident Trump hat sich die zentralen Zitate von EU-Botschafter Sondland nach dessen Anhörung auf einem Spickzettel notiert. Dafür erntet er im Netz viel Spott.
21.11.2019 - 14:22 Uhr Kommentieren
US-Präsident Donald Trump hält handschriftliche Notizen, als er mit Journalisten vor dem Weißen Haus spricht, bevor er zu einem Besuch einer Apple-Fabrik nach Texas aufbricht. Quelle: dpa
Trumps Filzstift-Notizen

US-Präsident Donald Trump hält handschriftliche Notizen, als er mit Journalisten vor dem Weißen Haus spricht, bevor er zu einem Besuch einer Apple-Fabrik nach Texas aufbricht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Es sind fünf, reicht simple Sätze, aufgeschrieben in Großbuchstaben mit schwarzem Filzstift auf einen Block der Air Force One, die Donald Trump Ärger machen. Nicht nur die Handschrift des US-Präsidenten fällt auf, es findet sich auch ein Rechtschreibfehler in den überschaubaren Notizen.

Der US-Präsident war am Mittwoch im Garten des Weißen Hauses vor die Presse getreten, um eine Erklärung zu den Aussagen von Gordon Sondland abzugeben. Der US-Botschafter bei der EU hatte kurz zuvor im Repräsentantenhaus bei den Impeachment-Ermittlungen gegen Trump ausgesagt.

Der allerdings bemühte eine kurze Passage von Sondlands Aussage für die eigene Lesart, nach der der Botschafter ihn entlastet habe. Dabei hielt Trump besagten Notizblock in der Hand. Darauf hatte er die zentralen Zitate Sondlands notiert. „Ich will nichts“ steht zu Beginn sogar zwei Mal darauf.

Diesen Satz hatte Sondland tatsächlich bei der Anhörung gesagt. Trump hätte ihn in einem Telefonat von Anfang September so verwendet, als Sondland den US-Präsidenten fragte, was dieser von der Ukraine wolle. Und auch die weiteren Sätze Trumps, von denen Sondland öffentlich bei der Anhörung berichtete, finden sich auf dem Spickzettel: „Ich will kein Quid pro quo. Sagen Sie Selenski einfach, dass er das Richtige tun soll. Das ist das letzte Wort, das ich vom Präsidenten der Vereinigten Staaten gehört habe.“

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    Sondland ist allerdings trotzdem der Meinung, dass es in der Ukraine-Affäre ein „Quid pro quo“ gegeben habe – also eine Gegenleistung – für ein Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodomir Selenski mit Trump im Weißen Haus. Trump dagegen hat das stets dementiert.

    Auf Twitter ergoss sich innerhalb kürzester Zeit viel Spott über Trumps Filzstift-Notizen. Vor allem auch, weil der Name des ukrainischen Präsidenten falsch geschrieben ist, auch dann, wenn man die englische Schreibweise (Volodymyr Zelenskiy) zugrunde legt: Trump schrieb Zellinsky.

    US-Präsident Donald Trump hat sich Aussagen von EU-Botschafter Gordon Sondland mit schwarzen Filzstift auf einem Spickzettel notiert, um sie Journalisten vorzutragen. Quelle: AFP
    Spickzettel Trumps

    US-Präsident Donald Trump hat sich Aussagen von EU-Botschafter Gordon Sondland mit schwarzen Filzstift auf einem Spickzettel notiert, um sie Journalisten vorzutragen.

    (Foto: AFP)

    Viele Nutzer interpretierten Trumps Spickzettel als vorbereitetes Statement – quasi als einen Sprechzettel mit seinen eigenen Kernbotschaften, die er an die Öffentlichkeit bringen wolle. Er habe sich nicht mal die paar zentralen Botschaften zu seiner eigenen Verteidigung erinnern können oder daran, dass er selbst der Präsident der Vereinigten Staaten sei, spotteten einige.

    Auch der ehemalige Fotograf von Trumps Amtsvorgänger Barack Obama, Pete Souza, machte sich auf seinem Instagram-Kanal über Trump lustig: „Großartiges Bild von Mark Wilson von Getty Images.“ Er postete außerdem ein Bild von einem Notizzettels Obamas zum Vergleich. In kleiner, enger Schrift hatte der 44. US-Präsident mehrere Seiten beschrieben.

    Trump benutzt auch sonst häufig einen schwarzen Filzstift, um Erlässe öffentlichkeitswirksam zu unterschreiben. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Notizzettel Trumps auf einer öffentlichen Veranstaltung für Spott gesorgt.

    Damals besuchte er eine Highschool in Florida, an der ein Amoklauf stattgefunden hatte. Sein Spickzettel erinnerte ihn daran, Anteilnahme zu zeigen.
    Mit Agenturmaterial.

    Mehr: Warum das neue Enthüllungsbuch über Trump seine Wirkung verfehlt: Ein Mitarbeiter Trumps hat eine „anonyme Anklage“ vorgelegt. Überraschend oder spektakulär ist das Buch nicht.

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