In Aufsichtsräten EU will Frauenquote gesetzlich regeln

Die Europäische Union will die Frauenquote in Aufsichtsräten von Konzernen nun doch gesetzlich regeln. Ein entsprechender Richtlinienvorschlag ist für den Oktober geplant.
Update: 14.06.2012 - 08:57 Uhr 22 Kommentare
Frauenquote: Noch unternehmen die Firmen zu wenig, meint die EU. Quelle: dapd

Frauenquote: Noch unternehmen die Firmen zu wenig, meint die EU.

(Foto: dapd)

BrüsselMindestens 40 Prozent der Aufsichtsratsposten börsennotierter Unternehmen sollen 2020 mit Frauen besetzt sein. Den entsprechenden Gesetzesvorschlag will EU-Justizkommissarin Viviane Reding im Oktober vorlegen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen, die mit den Vorgängen vertraut sind. Bisher hatte Reding Vorgaben für eine freiwillige Verpflichtung gemacht. Demnach sollte der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten bis 2015 auf 30 Prozent und bis 2020 auf 40 Prozent steigen.

Im März hatte die Kommissarin kritisiert, die Firmen unternähmen zu wenig, um die Ziele zu erreichen. Damals blieb unklar, wie Reding den Prozess vorantreiben würde. Nun steht fest: Die Kommission wird es nicht bei einer Empfehlung an die Staaten belassen, für mehr Frauen in Aufsichtsräten zu sorgen, sondern sie mit einer Richtlinie auf ein entsprechendes Vorgehen verpflichten. Derzeit schätzt Brüssel die Folgen des geplanten Gesetzes ab.

Die Selbstverpflichtung, bis 2015 den Frauenanteil in der Spitze auf 30 und bis 2020 auf 40 Prozent zu erhöhen, unterschrieben in ganz Europa bis März nur 24 Unternehmen, wie die Kommission damals erklärte. In Deutschland ist der Frauenanteil in den Kontrollgremien von Großkonzernen einer am Mittwoch vorgelegten Studie zufolge zuletzt jedoch deutlich gestiegen. Demnach sind knapp ein Fünftel (18,2 Prozent) der Posten in Aufsichtsräten der 30 Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) mittlerweile von Frauen besetzt. Anfang 2011 habe die Quote noch bei 13,4 Prozent gelegen.

Geltendes Gesetz wird der EU-Vorschlag nur, falls EU-Länder und Europaparlament ihn verabschieden. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder lehnt eine verpflichtende Quote ab. Sie setzt auf die „Flexiquote“ und damit auf Freiwilligkeit.

Frauen in Führung - die Quotendiskussion


Mit Material von dpa und afp

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22 Kommentare zu "In Aufsichtsräten: EU will Frauenquote gesetzlich regeln"

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  • Quote ist ein Ausdruck für Schwäche.

  • Ich bin für schwarze Lesben, damit auch diese Minorität nicht diskreminiert wird. Arme Angie.

  • @ ASche
    Sorry - wir haben den Verstand um unser Leben im Diesseits zu regeln. Das und nur das ist gottgewollt.

    Wer sich im Diesseits an irgendeine Religion klammert und seinen Verstand missachtet, um im Jenseits besser dazustehen. Der hat's einfach nicht begriffen. Angst frisst Hirn und übrig bleibt Glauben.

    Die Begründung mit der Sie Frauen in Führungspositionen ablehnen ist völlig daneben. Es gibt Frauen die hervorragende managen können. Definitiv. Fakt ist eher, dass diese Frauen dann agieren wie Männer auch agieren - nämlich als Manager. Weibliches Mitgefühl und soziale Einsichten werden nicht durch Frauen ins Management getragen. Fakt scheint auch, dass Frauen sich weniger als Männer für das interessieren, was man als Management bezeichnet.

  • Komment an
    @ASche

  • Sorry - wir haben den Verstand um unser Leben im Diesseits zu regeln. Das und nur das ist gottgewollt.

    Wer sich im Diesseits an irgendeine Religion klammert und seinen Verstand missachtet, um im Jenseits besser dazustehen. Der hat's einfach nicht begriffen. Angst frisst Hirn und übrig bleibt Glauben.

    Die Begründung mit der Sie Frauen in Führungspositionen ablehnen ist völlig daneben. Es gibt Frauen die hervorragende managen können. Definitiv. Fakt ist eher, dass diese Frauen dann agieren wie Männer auch agieren - nämlich als Manager. Weibliches Mitgefühl und soziale Einsichten werden nicht durch Frauen ins Management getragen. Fakt scheint auch, dass Frauen sich weniger als Männer für das interessieren, was man als Management bezeichnet.

  • Ich empfinde diese vorgehensweiße der EU, als großartigen Beweis von Demokratie Verständnis.
    Weiter so, und wir Männer sind dann überflüssig, und können im Mutterleib abgetötet werden.
    Was für eine EU-Demokratie.
    Danke

  • Sehr sehr richtig. Schauen Sie sich doch an, was herauskommt, wenn man Frauen in die Regierung setzt. Stutenbiss und Zickenterror (von de Leyen und Schröder) sowie Mobbing auf unterstem Niveau (Merz, Rüttgers, Koch, Wulff, Müller, von Beust, usw. usf.). UNd was bleibt übrig: ja, schauen Sie sich's doch an - ein Wahnsinn.

  • Ich denke, wir haben ganz andere Baustellen in der EU, als "Frauenquoten".

  • Einspruch!
    Die Lebensaufgabe der Frau ist nicht, Männern (in Firmen) Anweisungen zu geben. Die Bestimmung der Frau ist die Aufzucht der Jungen. IM Schweiße seines Angesicht wird der Mann den Boden bebauen (=Arbeit und Versorgung), unter Schmerzen wird die Frau Kinder gebären (=Familie und Kinder). Das ist Gottes Wille!

    Stellen Sie sich vor, eine Quotenfrau möchte ein Meeting leiten und Männern anschaffen, was diese tun sollen. Das wird selbstverständlich niemals funktionieren. Für die Männer kein Spaß und für die Frau ein schlimmer Spießrutenlauf!
    Männer wollen keine weiblichen Führungskräfte - und die ersten Frauen äußern sich bereits genauso.
    Gleichberechtigung mit Gewalt durchsetzen zu wollen (=gesetzliche Frauenquote) muß zwingend scheitern, wie die utopischen Terrorsysteme des 20. Jahrhunderts gezeigt haben.

    Witzig bei all' dem: Wie die Leistung und Motiviation in den Firmen durch Quotierungen in Keller gehen wird, das mag man sich noch gar nicht vorstellen!!!

    Mich ärgert, daß die in Ihrer Argumentation unausgesprochen unterstellen, daß Frauen in Firmen aufsteigen müssen und Chef spielen sollen. Wieso das denn? Das ist doch wirklich schlimmer Unfug.

    Übrigens: Ich bin für eine starre Frauenquote, weil nur dadurch das Thema dorthin kommt, wo es hingehört: auf den Misthaufen.

  • Einspruch!
    Die Lebensaufgabe der Frau ist nicht, Männern (in Firmen) Anweisungen zu geben. Die Bestimmung der Frau ist die Aufzucht der Jungen. IM Schweiße seines Angesicht wird der Mann den Boden bebauen (=Arbeit und Versorgung), unter Schmerzen wird die Frau Kinder gebären (=Familie und Kinder). Das ist Gottes Wille!

    Stellen Sie sich vor, eine Quotenfrau möchte ein Meeting leiten und Männern anschaffen, was diese tun sollen. Das wird selbstverständlich niemals funktionieren. Für die Männer kein Spaß und für die Frau ein schlimmer Spießrutenlauf!
    Männer wollen keine weiblichen Führungskräfte - und die ersten Frauen äußern sich bereits genauso.
    Gleichberechtigung mit Gewalt durchsetzen zu wollen (=gesetzliche Frauenquote) muß zwingend scheitern, wie die utopischen Terrorsysteme des 20. Jahrhunderts gezeigt haben.

    Witzig bei all' dem: Wie die Leistung und Motiviation in den Firmen durch Quotierungen in Keller gehen wird, das mag man sich noch gar nicht vorstellen!!!

    Mich ärgert, daß die in Ihrer Argumentation unausgesprochen unterstellen, daß Frauen in Firmen aufsteigen müssen und Chef spielen sollen. Wieso das denn? Das ist doch wirklich schlimmer Unfug.


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