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In Hongkong China soll US-Diplomatin absichtlich in Gefahr gebracht haben

Die chinesische Regierung soll aus Verärgerung über ein Treffen der Diplomatin mit Aktivisten in Hongkong persönliche Daten und Fotos der Amerikanerin veröffentlicht haben.
10.08.2019 - 04:40 Uhr Kommentieren
Der neue diplomatische Konflikt kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt inmitten des Handelsstreits. Quelle: Reuters
USA und China

Der neue diplomatische Konflikt kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt inmitten des Handelsstreits.

(Foto: Reuters)

Hongkong Mitten im erbitterten Handelskrieg mit China beschuldigen die USA die Volksrepublik nun auch, eine US-Diplomatin in Hongkong absichtlich in Gefahr gebracht zu haben. Die Berichte chinesischer Staatsmedien über die Diplomatin seien inzwischen „nicht mehr verantwortungslos, sondern gefährlich“, schrieb US-Außenamtssprecherin Morgan Ortagus am Freitag (Ortszeit) auf Twitter.

Ausgelöst wurde der neueste Clinch zwischen Washington und Peking durch ein Treffen der US-Diplomatin mit regierungskritischen Aktivisten in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. China hatte am Donnerstag förmlich gegen das Treffen protestiert, über das Hongkonger Medien berichtet hatten. Das chinesische Außenministerium forderte die USA auf, den Zweck des Treffens zu erläutern und „sofort aufzuhören, sich in Hongkong-Angelegenheiten einzumischen“.

Die USA warfen der chinesischen Regierung übelste Methoden vor, weil sie angeblich ein Foto der Diplomatin sowie persönliche Informationen und Namen von Familienangehörigen an die Medien weitergegeben hätte. Die Regierung in Peking stritt ab, hinter der Veröffentlichung zu stecken und warf den USA ihrerseits vor, wie Kriminelle zu denken.

Ortagus wies nun via Twitter darauf hin, dass China gemäß den Wiener Konventionen verpflichtet sei, „unsere Diplomaten und Konsularbeamten mit gebührendem Respekt zu behandeln“ und alles zu tun, um Angriffe auf ihre Person, Freiheit oder Würde zu verhindern.

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    In der einstigen britischen Kronkolonie Hongkong kommt es seit zwei Monaten immer wieder zu großen Protesten und Ausschreitungen. Auslöser für die Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China. Inzwischen haben sich die Demonstrationen zu einer breiteren Bewegung gegen die Regierung und einschüchternde Polizeigewalt entwickelt. Viele Menschen befürchten zudem zunehmenden Einfluss Pekings auf das Leben in der Finanzmetropole und fordern demokratische Reformen. Am Samstag und Sonntag sind in der Millionenstadt neue Proteste geplant.

    Mehr: Die nächste Verhandlungsrunde zwischen den USA und China wackelt. Ein baldiges Abkommen rückt damit in weite Ferne – und damit auch Geschäfte mit Huawei.

    • dpa
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