Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Industriepolitik Siebtes Konsortium bewirbt sich um Fördermittel für Aufbau einer Batteriezellefertigung

Die Bemühungen von Wirtschaftsminister Altmaier zahlen sich aus: Die Zahl der Konsortien, die sich um Fördermittel bewerben, belegt, dass ein Umdenken stattgefunden hat.
Kommentieren
Der Aufbau einer deutschen Batteriezellfertigung gehört zu den Kernanliegen des Bundeswirtschaftsministers. Quelle: dpa
Batteriewerk

Der Aufbau einer deutschen Batteriezellfertigung gehört zu den Kernanliegen des Bundeswirtschaftsministers.

(Foto: dpa)

BerlinDie Zahl der Konsortien, die sich um Fördermittel des Bundes für den Aufbau einer Batteriezellfertigung bewerben, steigt: Am Donnerstag erklärte die CMBlu Energy AG aus Alzenau dem Handelsblatt, sie werde gemeinsam mit den Partnern Schaeffler, Mann+Hummel und Schunk einen Förderantrag stellen. Bereits am Mittwoch hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium, es lägen mittlerweile Anträge von sechs Konsortien vor.

Mit dem von CMBlu angeführten Konsortium steigt die Zahl damit auf sieben. Anmeldeschluss für Förderanträge ist an diesem Freitag.

Der Aufbau einer Batteriezellfertigung in Deutschland gehört zu den Kernanliegen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Der Wirtschaftsminister hat das Thema auch zum Gegenstand seiner vor wenigen Wochen präsentierten „Nationalen Industriestrategie 2030“ gemacht.

Über Monate hatte sich die deutsche Wirtschaft für das Thema nicht wirklich begeistern können. Altmaier hatte im vergangenen Jahr bei jeder sich bietenden Gelegenheit gewarnt, ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung in der Automobilindustrie gehe nach Asien verloren, wenn die Hersteller keine eigene Batteriezellfertigung aufbauten. Einseitige Abhängigkeiten von asiatischen Unternehmen wie CATL, Samsung, SDI und SK seien die Folge.

Auch Chemie- und Technologiekonzerne mussten sich von der Warnung angesprochen fühlen, denn auch sie sind natürliche Partner für die Batteriezellfertigung.

Die Zahl der Konsortien, die sich um Fördermittel bewerben, belegt, dass mittlerweile ein Umdenken stattgefunden hat. Unter den Antragstellern befinden sich nach Informationen des Handelsblatts aus Industriekreisen bekannte Namen wie BASF, VW, PSA, BMW und Northvolt.

Altmaier hatte im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt, den Aufbau einer Batteriezellfertigung mit insgesamt bis zu einer Milliarde Euro fördern zu wollen. Ende Februar hatte das Ministerium die Förderbedingungen bekanntgegeben.

Das siebte Konsortium um CMBlu Energy setzt nicht auf Lithium-Ionen-Batterien. „Wir werden eine vollständige Projektskizze für die Förderung einer Batteriezellfabrik für organische Redox-Flow-Batterien einreichen“, sagte ein Sprecher. Es entstehe eine „komplette Wertschöpfungskette in Deutschland – vom nachhaltigen Rohstoff bis zur Batterie“.

Deutschland habe damit die Chance, führend im Bereich Großspeicher zu werden und neues Wachstum zu schaffen. Die Förderungsbedingungen sind nicht allein auf Batterien für E-Autos begrenzt, sodass auch stationäre Großspeicher die Chance auf einen Zuschlag haben.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

0 Kommentare zu "Industriepolitik: Siebtes Konsortium bewirbt sich um Fördermittel für Aufbau einer Batteriezellefertigung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.