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Industriezone Kaesong Süd- und Nordkorea verhandeln wieder

Süd- und Nordkorea nehmen die Gespräche über die Wiedereröffnung der gemeinsamen Industriezone Kaesong wieder auf. Die Zone war im April geschlossen worden. Allerdings sind beide Koreas an einer Einigung interessiert.
06.07.2013 - 10:21 Uhr 1 Kommentar
Bick auf die innerkoreanische Grenze. Die beiden Staaten wollen das gegenseitige Vertrauen langsam wieder aufbauen. Quelle: dpa

Bick auf die innerkoreanische Grenze. Die beiden Staaten wollen das gegenseitige Vertrauen langsam wieder aufbauen.

(Foto: dpa)

Seoul Süd- und Nordkorea haben ihre Gespräche über die Wiedereröffnung der gemeinsam betriebenen Industriezone Kaesong wieder aufgenommen. Über kleinere Themen sollte das Vertrauen aufgebaut werden, sagte der Verhandlungsführer Südkoreas, Suh Ho, vor dem Beginn des Treffens am Samstag. "Wir werden unser Bestes geben, dass das in größeres Vertrauen und Kooperationen mündet." Südkorea wolle sich an die Tagesordnung halten. Eine erste Verhandlungsrunde war vor einem Monat wegen erbitterter Streitigkeiten über die Agenda gescheitert.

Nordkorea hatte die Sonderwirtschaftszone im April geschlossen. Seitdem klagen vor allem Besitzer kleiner Unternehmen über Umsatzeinbußen und machen der südkoreanischen Regierung Druck. Für das arme Nordkorea ist Kaesong ein wichtiger Devisenbringer. Südkoreanische Firmen beschäftigen dort 53.000 nordkoreanische Arbeiter zur Herstellung von Billigprodukten.

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    1 Kommentar zu "Industriezone Kaesong: Süd- und Nordkorea verhandeln wieder"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Zitat: "Seitdem klagen vor allem Besitzer kleiner Unternehmen über Umsatzeinbußen und machen der südkoreanischen Regierung Druck".

      Eine gemeinsame Sonderwirtschaftszone war zwar gut gemeint und hätte dem bitterarmen Nordkorea eine vergleichbare Entwicklungsalternative eröffnen können, wie beispielsweise in China. Nun hat sich erwiesen, dass Privatinvestoren im Norden keine tauglichen Bedingungen vorfinden. Die Privatinvestoren werden an der Amortisation gehindert, obwohl sie den Zwängen des Marktes voll ausgesetzt sind. Nach den jüngsten miserablen Erfahrungen sollten die Investoren den Norden strikt meiden, statt ihr Vermögen dem Zugriff von Funktionären auszusetzen, die die Mühen der vorausgegangenen Wertschöpfung nicht kennen und deshalb auch nicht verstehen. Der Vorwurf der Investoren ist im Redaktionsartikel zwar nicht inhaltlich begründet, aber es ist anzunehmen, dass er einer allzu freundlichen und optimistischen Beurteilung der Rahmenbedingungen im Norden gilt. Die brüskierten Investoren würden anderswo sicherlich loyal behandelt werden: u.a. in Süd- und Südosteuropa.

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