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Infrastruktur-Probleme in Kalifornien Maroder Staudamm befeuert Machtkampf mit Trump

Seite 2 von 2:
Trumps offener Krieg mit Kalifornien

Heftige Überschwemmungen in Kalifornien

Alleine die Sanierung der bestehenden Hochrisiko-Dämme würde nach offiziellen Schätzungen bis zu 21 Milliarden Dollar kosten. Doch in den vergangenen Legislaturperioden konnte sich der republikanische Kongress mit dem demokratischen Präsidenten Barack Obama nie auf Infrastrukturprogramme verständigen. Der Wartungsstau nimmt deshalb zu, die Behebung der akuten Schäden in Oroville wird nun mit mindestens 200 Millionen Dollar veranschlagt. 80 Prozent davon würden auf den Bundesstaat Kalifornien entfallen, 20 Prozent auf das Land.

Die Situation in Kalifornien ist besorgniserregend, die Betroffenen wohnen in Hotels, ihren Autos, in Sammellagern oder auf Sportplätzen. Doch von einem ist nichts zu vernehmen: US-Präsident Donald Trump. Der eifrige Twitter-Nutzer hatte sich bis zuletzt nicht zur Situation in dem Bundesstaat geäußert, mit dem er praktisch im offenen Krieg lebt.

Er hat bereits angekündigt, er werde Städten wie San Francisco oder Los Angeles jegliche finanzielle Unterstützung streichen, solange sie keine Bundesermittler in ihren Stadtgrenzen illegale Einwanderer aufspüren lassen. Solche Städte werden „Sanctuary Cities“ genannt. Kalifornien überlegt derzeit sogar, den ganzen Staat zu einem „Sanctuary State“ zu machen.

Trump antwortete darauf in einem Interview auf Fox News: Wir „werden auf keinen Fall für Sanctuary Cities gerade stehen, geschweige denn für Sanctuary States“, erklärte er. Kalifornien sei ohnehin in vieler Hinsicht „außer Kontrolle“, sagte er zur sechstgrößten Volkswirtschaft der Erde und neben New York einem der wenigen Nettozahler im Land. Mit seinen Steuergeldern subventioniert Kalifornien zahlreiche Trump-Staaten im Mittleren Westen.

Die Washingtoner „Federal Emergency Management Agency“ (FEMA) hilft den lokalen Kräften zwar tatkräftig bei der Logistik, aber ansonsten herrscht noch Funkstille, wie der republikanische Abgeordnete des Bezirks, Doug LaMalfa, einräumen muss. Er sei in Kontakt mit dem Weißen Haus und dem Sprecher der Republikaner, Paul Ryan, erklärte er auf der Pressekonferenz, aber das sei es auch schon: „Das Weiße Haus kennt die Situation und trifft nun seine Entscheidungen“.

Für Kalifornien insgesamt kann sich die Infrastruktur-Problematik zum bislang größten Machtkampf mit der Trump-Regierung entwickeln. Trump hat, zwar ohne irgendwelche Details, Milliarden-Investitionen in Infrastruktur angekündigt. Aber wenn staatliche Zuschüsse in Bundesstaaten oder Städten wie New York oder San Francisco oder sogar ganz Kalifornien als Strafmaßnahmen gestrichen würden, wäre es eine zusätzliche Härte.

Seine Präsidial-Order vom 25. Januar, die Sanctuary Cities Bundesförderung entzieht, wird zwar noch durch Gerichte auf Verfassungskonformität geprüft. Aber eine Niederlage würde Kalifornien in eine problematische Situation bringen. Die Zahl der sanierungsbedürftigen Hochrisiko-Dämme in dem Westküsten-Staat: 807.

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10 Kommentare zu "Infrastruktur-Probleme in Kalifornien: Maroder Staudamm befeuert Machtkampf mit Trump"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Trump ist Schuld an dem Staudamm, da gibt es nix zu deuteln, dagegen hatte der Bush bei Katrina alles fest im Griff und die Presse berichtete auch fröhlich über sein Krisenmanagement:

    Zitat
    "Für den Präsidenten war es ein schmerzhafter Besuch am Ort seines größten innenpolitischen Fiaskos. Zum zweiten Jahrestag der "Katrina"-Katastrophe fuhr George W. Bush durch New Orleans, um den Bewohnern der vom Hurrikan verwüsteten Stadt Mut zuzusprechen. Ein wenig wirkte er dabei wie ein Sünder, der Abbitte leistet. Noch sind die Wunden der Stadt nicht verheilt. Wie ein Mahnmal erinnern sie an das desaströse Krisenmanagement der Regierung, die für Bush zu einem nie überwundenen Vertrauens- und Ansehensverlust führte. New Orleans, zwei Jahre danach: Zugewucherte Straßenzüge, Geisterhäuser, verlassene Geschäfte, blühende Kriminalität."

    Quelle:

    http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/katastrophen/id_14301270/new-orleans-bush-besucht-zwei-jahre-nach-hurrikan-katrina-eine-geisterstadt.html

    Alles schon vergessen, oder?

  • Wer hat denn die USA in den letzten 8 Jahren regiert. Wer regiert Kalifornien seit Jahrzehnten. Das sind doch wohl Obamas DEMOKRATEN gewesen. Wer also ist für die marode Infrastruktur verantwortlich? Und wer ist heute für die Katastrophenabwehr in Kalifornien zuständig? Ich benötige keine journalistische Ausbildung, um zu erkennen, wie einseitig und - Verzeihung - stümperhaft dieser Artikel geschrieben ist.

  • @ F. K.
    1. Sind das immer noch Menschen und keine "Schweine".
    2. Leben und Arbeiten diese 200.000 Menschen mit und für den Staudamm.
    3. Werden die nicht alleine gelassen. Für diese Menschen wird gesorgt bzw. wie in den USA üblich sorgen die Menschen für sich selbst. Die US Bürger sind nicht so staatlich verweichlicht erzogen worden, wie die hilflosen und ferngesteuerten Deutschen.
    Danke!

  • Gott sei Dank sind bei uns in Deutschland nur die Brücken kaputt und ein neuer Hauptstadtflughafen ist nicht fertig zu bekommen. Aber von amerikanischen Verhältnissen sind wir ganz weit entfernt.

  • Ist der Staudamm jetzt schon gebrochen oder nicht?
    Soll Trump jetzt wie James Bond einfliegen und sich auf dem Staudamm abseilen?
    Mann oh Mann...die deutschen "Qualitätsmedien" wissen schon gar nicht mehr, wo Trump überall ist...wahrscheinlich soll Trump demnächst auch noch bei mir um Ecke im Supermarkt sein.

  • Die linken SCHREIBERLINGE, REDAKTEURE, JOURNALISTEN ETC. PP. haben noch Probleme mit der Vergangrnheitsbewältigung der Deutschen. Es.ist halt hipp auf diesen Zug aufzusprigen.

    Die Couleur stellt sich natürlich gegen einen emotionalen Trump und lässt kein gutes Haar an ihm. Es wird keine Gelegenheit ausgelassen in in die rechte Ecke zu stellen.

    Er wird noch für Überraschungen sorgen. Vielleicht mehr positive für sein Land als so manchen lieb seine dürfte.

    Es wird nicht jedem schmecken, den Linken hier im Land ganz bestimmt am wenigsten.

    Die kuscheln lieber ohne,auf den Punkt,zu kommen.

  • Das ganze Volk von Amerika steht hinter Ihrem Präsidenten!!!!!
    Nur die 200.000 armen Schweine nicht die von Ihm wie Dreck behandelt werden.
    Nah und sind ja noch genug da .
    Gell Mark.

  • 23.08.2016 im Handelsblatt:
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/katastrophenhilfe-obama-besucht-das-ueberflutete-louisiana/14447258.html

    "Obama musste Kritik einstecken für seinen späten Besuch im überfluteten Louisiana. Selbst Trump meckerte: Golfen sei wohl wichtiger gewesen? Der Präsident spendet Trost und verspricht unbürokratische Hilfe. "

    Also jetzt mal nur kein Stress gegen Trump machen :) Noch steht der Staudamm ....

  • Wird euch das nicht langsam selbst zu blöd...alles Trump in die Schuhe schieben zu wollen?
    Macht Trump etwas, passt es nicht. Macht Trump nichts, passt es auch nicht.
    Wollte ihr "Qualitätsmedien" dieses Trump Bashing wirklich 4 Jahre durchhalten....dann viel Spaß dabei...es wird Trump nur noch stärker machen und das US Volk wird noch mehr hinter Trump stehen.

  • Bundeskanzler Schröder ist seinerzeit bei einer Überflutung in D mit Gummistiefeln auf den Dämmen spazieren gegangen. Ich vermute dass dadurch kein Keller vor dem Wasser verschont geblieben ist. Die Wähler fanden das grossartig und hatten seinerzeit Fr. Merkel einen Korb gegeben.
    Rein praktisch dürfte ein Besuch der Person Trump keinen Einfluss auf das Halten/Brechen des beschädigten Stausees in Kalifornien haben. Kalifornien dürfte genug Resourcen haben um zu tun was man tun kann. Ein Auftritt könnte sein Image als Macher stärken.

    Kalifornien hat sich in der Tat mit seiner Politik in eine herausfordernde Situation gebracht. Eine Masseneinwanderung in einen Bundesstaat mit unzureichender Wasserversorgung erscheint nicht sinnvoll. Die Stromversorgung Kaliforniens ist durch ökoreligiöse Visionen in einem kritischen Zustand. Sie hängt an den Nachbarstaaten und deren Kohlekraftwerken.