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Internationale Atomenergiebehörde IAEA: Iran hat 2,4 Kilogramm hochangereichertes Uran produziert – Seit Februar kein Zugang zu wichtigen Daten

Aus 60-prozentigen Uran kann theoretisch sehr rasch Material für Nuklearwaffen hergestellt werden. IAEA-Chef Grossi zeigt sich in einem Bericht „tief besorgt“.
31.05.2021 Update: 31.05.2021 - 21:25 Uhr Kommentieren
Teheran hat in den vergangenen Monaten verschiedene Schritte gemacht, um in den Wiener Verhandlungen zur Rettung des Atomabkommens von 2015 Druck aufzubauen. Quelle: Reuters
Iranische Flagge vor UN-Gebäude in Wien

Teheran hat in den vergangenen Monaten verschiedene Schritte gemacht, um in den Wiener Verhandlungen zur Rettung des Atomabkommens von 2015 Druck aufzubauen.

(Foto: Reuters)

Wien Der Iran verfügt laut einer Schätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über 2,4 Kilogramm an fast waffentauglichem Uran. Der Staat habe dieses Material mit einem Reinheitsgrad von bis zu 60 Prozent seit April hergestellt, berichtete die IAEA am Montag in Wien. IAEA-Chef Grossi hatte sich vorige Woche sehr besorgt über die Entwicklungen in der Islamischen Republik gezeigt und darauf hingewiesen, dass nur Atomwaffenstaaten Uran bis zu einem so hohen Grad anreichern.

Teheran hat in den vergangenen Monaten verschiedene Schritte gemacht, um in den Wiener Verhandlungen zur Rettung des Atomabkommens von 2015 Druck aufzubauen. Die Arbeit der IAEA-Inspektoren wurde stark eingeschränkt und die Uran-Anreicherung vorangetrieben. Laut dem Abkommen darf der Iran nur Material mit weniger als vier Prozent Reinheit herstellen, um damit Atomreaktoren zu betreiben.

Für Nuklearwaffen sind zwar rund 90 Prozent nötig, doch kann solches Material theoretisch sehr rasch aus 60-prozentigem Uran hergestellt werden. „60 Prozent sind fast waffentauglich“, hatte Grossi vorige Woche der „Financial Times“ gesagt. Teheran argumentiert, dass es hochangereichertes Uran für medizinische Zwecke brauche.

Der Iran besitzt laut dem IAEA-Bericht mehr als 3200 Kilogramm Uran in verschiedenen Anreicherungsstufen – fast 16 mal so viel wie das Atomabkommen erlaubt. Zusätzlich enthielt der Bericht eine lange Liste an Einschränkungen für IAEA-Inspektoren. Sie dürfen demnach nicht mehr täglich wichtige Atomanlagen besuchen, und sie können nicht mehr den Bau von Anreicherungs-Zentrifugen und die Herstellung von Uranerz überwachen.

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    In einem weiteren Bericht zeigte sich Grossi am Montag „tief besorgt“, dass der Iran keine Auskunft über den Verbleib von nuklearem Material gebe, das an geheimen Orten gelagert oder verwendet worden war.

    Insgesamt hat der Iran den Zugang zu seinem Nuklearprogramm für die Internationale Atomenergiebehörde offenbar weitaus stärker beschränkt als angenommen, wie aus dem IAEA-Bericht hervorgeht. Seit dem 23. Februar kann die Behörde demnach nicht mehr auf wichtige Daten für die Überwachung der atomaren Aktivitäten des Irans zugreifen. Der Nachrichtenagentur AP lag das Dokument vor.

    Zwar haben die IAEA und Teheran bereits offengelegt, dass der Zugang zu Überwachungskameras in iranischen Atomanlagen begrenzt worden sei. Doch der Bericht vom Montag legt nahe, dass die Einschränkungen wohl viel weiter gehen. Die IAEA räumte ein, dass nur eine Einschätzung des gesamten Nuklearlagers Irans möglich sei. Dabei reichert das Land inzwischen Uran auf dem bisher höchsten Niveau überhaupt an.

    Mehr: Im Iran herrscht eine wirtschaftliche Wendestimmung – Deutsche Firmen stehen in den Startlöchern

    • dpa
    • ap
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