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Internationale Einsätze künftig Kernaufgabe der Bundeswehr Struck warnt vor Anschlägen in Afghanistan

Der Einsatz deutscher Soldaten wird sich nach Ansicht von Verteidigungsminister Struck noch hinziehen. Derzeit bestehe eine erhöhte Anschlagsgefahr, warnte er.

HB BERLIN. Der Kampf gegen den Terrorismus wird auch für die Bundeswehr nach Ansicht von Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) noch lange nicht vorbei sein. Zwar sei das Kommando Spezialkräfte (KSK) aus Afghanistan abgezogen worden, es könne bei Bedarf aber auch schnell wieder dorthin entsandt werden, sagte Struck der «Welt am Sonntag».

Auch ein Ende des Einsatzes der anderen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sei noch nicht absehbar, sagte Struck. Er werde aber auf jeden Fall über das kommende Jahr hinaus andauern. Gerade vor der verfassungsgebenden Versammlung müsse in Afghanistan mit neuen Anschlägen gerechnet werden. Diese erhöhte Gefahr werde mindestens bis zu den Wahlen im Juni anhalten.

Struck übte zugleich scharfe Kritik an dem US-Militäreinsatz in Irak. Die US-Soldaten seien für die friedensschaffenden Maßnahmen, die jetzt anstünden, nicht ausreichend vorbereitet. Dies sei bei den deutschen Soldaten in Kabul und Kundus in Afghanistan anders.

Im Hinblick auf den Umbau der Bundeswehr sagte Struck, in Zukunft werde der Schwerpunkt der Streitkräfte eindeutig bei den Einsatzkräften liegen. Stabilisierungs- und Unterstützungskräfte sollten dagegen eine geringere Rolle spielen. Die Bundeswehr müsse in der Lage sein, 35.000 Soldatinnen und Soldaten für ein Jahr an jeden denkbaren Einsatzort zu entsenden.

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