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Internationale Klimadiplomatie Die Klimagipfel – eine Geschichte von Fortschritten und Rückschlägen

Schon 1995 setzten sich die Umweltminister zum ersten Mal zum Thema Klima zusammen. Der große Durchbruch kam jedoch zwanzig Jahre später.
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2015 beschlossen die Staatsoberhäupter in Paris, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Quelle: AFP
Klimagipfel Paris

2015 beschlossen die Staatsoberhäupter in Paris, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

(Foto: AFP)

KattowitzDas Bewusstsein und der Kampf für eine saubere Umwelt und ein besseres Klima ist gekennzeichnet von einem ständigen Auf und Ab, von Fortschritten und Rückschlägen. Den Startpunkt für die globale Umweltdebatte setzte 1972 der Think Tank Club of Rome mit seiner Studie „Die Grenzen des Wachstums“ zur Lage der Menschheit.

Als Auftakt für die nunmehr 36-jährige internationale Klimadiplomatie gilt jedoch die Versammlung der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro. Davor war das Thema Klimawandel in erster Linie etwas für Spezialisten.

Es folgte, 1995, Klimagipfel Nummer eins in Berlin. Konferenzpräsidentin war Angela Merkel, damals im Kabinett von Helmut Kohl Umweltministerin. Seitdem fanden die internationalen Klimakonferenzen in einem jährlichen Rhythmus statt, üblicherweise zwei Wochen lang gegen Ende eines jeden Jahres.

Das international bekannte Kyoto-Protokoll wurde im Dezember 1997 verabschiedet und legte erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen fest. Einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen, die Vereinigten Staaten, trat dem Abkommen jedoch nie bei, Kanada stieg wieder aus.

Eine große Zahl von Klimagipfeln war dadurch geprägt, dass Entwicklungs- und Schwellenländer, darunter vor allem China, sich jedweder Verhandlung über eigene Verpflichtungen oder Ziele strikt verweigerten. Kein Wunder, wurde ein Bekenntnis zur Reduktion von Treibhausgasemissionen doch vielfach als Verzicht auf Wachstums- und Entwicklungschancen wahrgenommen. Dazu war niemand bereit.

Im Jahr 2009 kam dann der Tiefpunkt in Kopenhagen bei den 15. internationalen Klimaverhandlungen: Anders als erwartet gab es keine global verbindlichen Ziele. Gute Absichten waren zweifellos auf vielen Seiten vorhanden, aber am Ende überwogen Eigeninteressen. Arme und reiche Länder waren zu keinen echten Kompromissen bereit.

Für viele Umweltschützer steht Kopenhagen symbolisch für ein verschenktes Jahrzehnt in Sachen Klimaschutz. Doch das vermurkste Gipfeltreffen stieß auch konstruktive Verhandlungen an. Nahezu alle Staaten erkannten zunehmend die Notwendigkeit eigener Bemühungen um den Klimaschutz. Die oft destruktive Haltung wich einem Bewusstsein dafür, die Erderwärmung nur gemeinsam bremsen zu können.

Bisheriger Höhepunkt: das internationale Klimaabkommen von Paris. Ende 2015 war in der französischen Hauptstadt beschlossen worden, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, möglichst auf 1,5 Grad. Das Abkommen gilt, rückblickend, sogar als Sternstunde des Multilateralismus. Das Kyoto-Protokoll hatte allein die Industriestaaten in die Pflicht genommen, ihren Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen zu senken.

Doch einzuhalten ist das Pariser Abkommen nur, wenn bis zur Mitte des Jahrhunderts die Gesellschaften weitgehend treibhausgasneutral agieren, also keine fossilen Energien mehr verfeuert werden.

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