Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Internationale Sicherheit Iran droht mit weiteren Verstößen gegen das Atomabkommen

Der iranische Präsident Hassan Ruhani forderte Biden auf, zum Abkommen zurückzukehren – andernfalls werde sein Land weiterhin die Urananreicherung hochfahren.
16.02.2021 - 10:23 Uhr 2 Kommentare
Das Atomabkommen begrenzt die erlaubte Uran-Anreicherung und verhindert damit, dass der Iran rasch Atomwaffen zur Verfügung hätte. Quelle: dpa
Hassan Ruhani während einer Zeremonie anlässlich des 42. Jahrestages der Islamischen Revolution

Das Atomabkommen begrenzt die erlaubte Uran-Anreicherung und verhindert damit, dass der Iran rasch Atomwaffen zur Verfügung hätte.

(Foto: dpa)

Dubai Der Iran droht mit weiteren Verstößen gegen das internationale Atomabkommen, sollten die anderen Unterzeichnerstaaten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. „Wir haben keine andere Wahl, als das Gesetz zu respektieren“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Said Chatibsadeh, am Montag. „Das bedeutet nicht das Ende aller Inspektionen durch die UN-Atombehörde

Chatibsadeh bezog sich auf ein iranisches Gesetz, das die Regierung zur Verschärfung ihrer Haltung verpflichtet und ab dem 21. Februar die umfassenden Kontrollbefugnisse der UN-Inspektoren auf nur noch bestimmte Atomanlagen beschränkt.

Die UN-Inspektionen sind ein wichtiger Bestandteil des Abkommens, das die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und China 2015 mit dem Iran nach jahrelangen Verhandlungen geschlossen hatten. Die USA hatten das Abkommen 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aufgekündigt und wieder harte Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt. Die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden prüft derzeit, wie das Abkommen wiederbelebt werden könnte.

Es begrenzt die Uran-Anreicherung und verhindert damit, dass der Iran rasch Atomwaffen zur Verfügung hätte. Chatibsadeh bekräftigte die Position der Regierung, der Iran habe nie nach Atomwaffen gestrebt und tue dies auch jetzt nicht. Er reagierte damit auf Äußerungen des Geheimdienstministers in der vergangenen Woche, wonach der Druck des Westens den Iran dazu bringen könne, sich „wie eine in die Enge getriebene Katze“ zu wehren und nach Atomwaffen zu streben.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der Iran hatte ein Jahr nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen wie angekündigt damit begonnen, Schritt für Schritt gegen die Auflagen zu verstoßen. So wurde Uran auf 20 Prozent angereichert – über die festgelegte Obergrenze von 3,67 Prozent hinaus. Die Anreicherung liegt aber weiter unter 90 Prozent, die für den Einsatz für Atomwaffen nötig sind.

    Zudem erweiterte der Iran seinen Vorrat an niedrig angereichertem Uran und setzte moderne Zentrifugen zur Anreicherung ein. Der iranische Präsident Hassan Ruhani forderte Biden auf, zum Abkommen zurückzukehren. Dann werde sein Land wieder alle Verpflichtungen vollständig erfüllen. Biden wiederum hat ankündigt, die USA würden zurückkehren, wenn der Iran seine Auflagen wieder strikt einhält. Dies hatte die Führung in Teheran wiederholt in Aussicht gestellt, sollten die USA ihre Sanktionen aufheben.

    Mehr: Der Iran hat seine Urananreicherung hochgefahren. Das stellt die internationale Diplomatie vor neue Probleme – und das gerade, als die USA unter Joe Biden zur Rettung des Atom-Deals ansetzen wollen.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Internationale Sicherheit - Iran droht mit weiteren Verstößen gegen das Atomabkommen
    2 Kommentare zu "Internationale Sicherheit: Iran droht mit weiteren Verstößen gegen das Atomabkommen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das Problem der westlicher Welt ist, dass Sie im Netzt der Israel gefangen ist und sich nicht eine grundsätzliche Untersuchung des iranischen Ängste widmet. Es ist nicht von mir sondern vom Spiegel, dass USA ein Gürtel von Angriffsplätzen(Stützpunkte) um den Iran gezogen haben, Ausnahme: Russland. Dazu kommt dass Pakistan, Indien, Israel Atomwaffenmächte sind und USA Milliarden in Bewaffnung von Saudis und andere arabischen Länder steckt. In so eine Situation, verlang der Westen von Iran die Hose unterzuziehen. Iran will sich diese Doktrin nicht beugen. Khamenei hat Bewaffnung mit Atombomben aus religiös und ethischen Gründen Verboten ebenfalls chemische Waffen(Fatwa),jedoch die Verteidigung des Landes mit konventionellen Möglichkeiten höchsten Priorität eingeräumt. Nun will der Westen, Dass Iran die Beherrschung des Atomenergiekreislauf und des Rakenteprogramms auf dem Eis legt, ohne vom Feinden des Iran etwas gleiches zu verlangen. Ich bin nicht Anhänger vom Regime, aber Ich bin ein Iraner und finde, westliches Vorgehen als Erpressung.

    • Die USA ist am Zug. Sie sind ausgestiegen und somit ist der Iran in seinen Entscheidungen nicht gebunden.

      Das Angebot an die USA als Vertragsbrecher finde ich als sehr positiv zu bewerten.
      Wenn die EU weltweit noch ernst genommen werden will, sollte sie die Zusammenarbeit endlich mit Leben füllen und nicht auf die USA schauen. Die machen ihr eigenes Ding und das ist auch richtig.
      Die Option sollten wir uns auch nehmen, wäre da unser Außenminister Maas und unsere Bundeskanzlerin nicht ein Totalausfall.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%