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Internationaler Währungsfonds Britischer Notenbank-Chef Carney könnte Lagarde-Nachfolger werden

Auf dem EU-Gipfel soll informell über einen möglichen neuen IWF-Chef gesprochen worden sein. Danach wollen die Europäer Mark Carney zu Lagardes Nachfolger machen.
Update: 09.07.2019 - 20:36 Uhr Kommentieren

Berlin Dem Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, werden gute Chancen eingeräumt, neuer Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu werden.

So soll nach Handelsblatt-Informationen auf dem EU-Gipfel vergangene Woche nach der Nominierung Christine Lagardes zur neuen Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits auch über ihre Nachfolge beim IWF gesprochen worden sein, hieß es in gut informierten Kreisen.

Ihren Job könne ja dann Carney machen, habe es auf dem EU-Gipfel geheißen. Carney soll sogar schon vor Lagardes Nominierung informell als neuer IWF-Chef nahezu festgestanden haben.

Carneys Mandat bei der britischen Notenbank endet 2020, das von Lagarde beim IWF regulär 2021. Es sei schon länger der Plan der Europäer gewesen, dass dann Carney den Job von Lagarde übernehme, hieß es.

Die Europäer stellen bislang traditionsgemäß den IWF-Direktor. Carney besitzt drei Pässe, einen kanadischen, einen britischen und einen irischen. Gerade der irische Pass könnte von Vorteil sein. Denn dass die EU nach dem Brexit ausgerechnet einen Briten auf eine Top-Position hievt, gilt als unwahrscheinlich.

Berlin sieht in Carney einen „denkbaren Kandidaten“

In Berliner Regierungskreisen hieß es, Carney sei „ein denkbarer Kandidat“, es gebe aber keine Vorfestlegung auf einen Kandidaten. Die Suche nach geeigneten Bewerbern beginne erst. Außerdem müsse zunächst überhaupt das EU-Personalpaket im Europarlament nächste Woche gewählt werden.

Nur wenn Ursula von der Leyen (CDU) dort zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gewählt wird, wird auch Lagarde mit Sicherheit zur EZB wechseln. Außerdem müssten die Europäer eine „Short List“ mit mehreren geeigneten Kandidaten für den IWF vorlegen, hieß es in Berlin.

Allerdings berichtete auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ an diesem Dienstagabend, Deutschland und Frankreich hätten sich auf Carney als neuen IWF-Chef geeinigt. Das allerdings wies die französische Regierung zurück: Frankreich habe sich noch nicht für einen Kandidaten entschieden, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums in Paris am Dienstagabend.

Es gebe auch keine Absprache mit Deutschland zugunsten Carneys. „Wir glauben, dass es einen Konsens über einen europäischen Namen geben sollte.“

Mehr: Neben Mark Carney stehen noch andere mögliche Nachfolger für Christine Lagarde im Raum. Ein Überblick über ihre Chancen.

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