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Interview Türkische Handelsministerin Ruhsar Pekcan: „Die Preise gehen bereits zurück“

Die Ministerin spricht über Zollunion, den türkischen Wahlkampf – und vor allem über erste Erfolge im Kampf gegen die galoppierende Inflation.
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Die türkische Handelsministerin glaubt die Inflation in der Türkei würde fallen. Quelle: türkisches Ministerium für Handel und Zoll
Ruhsar Pekcan

Die türkische Handelsministerin glaubt die Inflation in der Türkei würde fallen.

(Foto: türkisches Ministerium für Handel und Zoll)

In der Türkei hat nur jede dritte Frau einen Job. Ruhsar Pekcan hat es bis nach oben geschafft: Die studierte Elektroingenieurin machte erst Karriere in der Wirtschaft. Jetzt leitet sie eines von Erdogans Schlüsselministerien. Im Interview mit dem Handelsblatt spricht sie über die hohen Gemüsepreise im Land. „Die Preise gehen bereits zurück. Schon Anfang Februar sanken die Preise teils um 45 Prozent“, sagt sie. Spätestens im März erwartet sie weitere Preissenkungen.

Frau Ministerin, Sie haben Unternehmen bestraft, die Gemüse zu hohen Preisen verkaufen. Stellt sich die türkische Regierung gegen freie Märkte?

Nein. In der Tat haben wir uns bemüht, die Verbraucherpreise und die Rechte der Konsumenten zu schützen. Wie Sie wissen, hat unsere Währung massiv an Wert verloren, was viele Produkte verteuert hat. Einige Großhändler haben diese Situation genutzt, um ihre Preise überproportional zur Inflation der Lebensmittelpreise zu erhöhen.

Der Druck ist bei Preisanstiegen für frische Lebensmittel von zuletzt fast 30 Prozent pro Jahr hoch. Dennoch klingt das nach staatlichen Preiskontrollen ...

Der Rat für die Aufrechterhaltung des Wettbewerbs auf dem Markt mit 19 Mitgliedern, darunter Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, wertet Beschwerden aus und ergreift Maßnahmen. Übrigens möchte ich betonen, dass wir diesen Rat nicht kontrollieren, er arbeitet unabhängig. Der Rat lädt die Angeklagten ein, sich zu verteidigen. Wir als Ministerium verhängen keine Strafe, dies geschieht im Namen der Urteile des Rates.

Jetzt verkaufen die Kommunen Istanbul und Ankara Gemüse zu Einkaufspreisen. Funktioniert das?

Die Preise gehen bereits zurück. Schon Anfang Februar sanken die Preise teils um 45 Prozent, wir haben das kontrolliert. Übrigens beginnt im März die erste Erntesaison. Spätestens dann wird das Angebot steigen, und die Preise werden sinken.

Ende März finden Kommunalwahlen statt. Einige Umfragen prognostizieren einen Stimmenverlust für die Regierungspartei. Hat Präsident Erdogan deshalb angekündigt, die Gemüsestände beizubehalten und sogar auszuweiten?

Der Präsident hat die Händler davor gewarnt, die Situation auszunutzen, und nutzt das Programm als Druckmittel. Ich sehe keinen Grund dafür, dass die Gemeinden noch länger Gemüse verkaufen.

Danke für das Gespräch.

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