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Investitionsüberschuss Zeitenwende: China kauft Europa auf

Zum ersten Mal hat die Volksrepublik mehr Geld in Europa investiert als der alte Kontinent in China anlegte. Das belegt Pekings Wirtschaftsstärke - und das Interesse der Chinesen am Wirtschaftsstandort Deutschland.
26 Kommentare
Bisher waren die Investitionen Europas in China immer höher als umgekehrt. Quelle: AFP

Bisher waren die Investitionen Europas in China immer höher als umgekehrt.

(Foto: AFP)

PekingChinesische Unternehmen und der chinesische Staat haben im vergangenen Jahr mehr als elf Milliarden Euro in Ländern der Europäischen Union investiert - und damit erstmals mehr als Europäer in China. Diese steckten insgesamt nur rund sieben Milliarden Euro in Projekte in der Volksrepublik, wie eine am Montag veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCooper (PwC) ergab. Beliebtestes Ziel chinesischer Investitionen in Europa ist demnach Deutschland.

Der chinesische Staatsfonds CIC, ausgestattet mit mehr als 3,2 Billionen Dollar, wolle sein Geld möglichst breit gestreut anlegen und suche nach Zugang zu Ressourcen, heißt es in der PwC-Studie. CIC kaufte im vergangenen Jahr zum Beispiel einen Sieben-Prozent-Anteil am europäischen Satellitenbetreiber Eutelsat und einen Anteil von 8,68 Prozent am britischen Wasserversorger Thames Water.

Die staatlich kontrollierte Gruppe China Three Gorges erwarb mehr als 21 Prozent am portugiesischen Energieversorger EDP. Und eine CIC-Tochter kaufte einen Anteil am Betreiber des britischen Flughafens Heathrow.

Chinesische Privatunternehmen seien am Erwerb von Schlüsseltechnologien interessiert, um sich so auch im Ausland wachsen zu können, analysierte PwC. Als Beispiel wird der Baumaschinenkonzern Sany genannt, der den Betonpumpenspezialisten Putzmeister kaufte. Tatsächlich suchen die Chinesen in Deutschland vor allem nach Firmen mit großen Marken, gerne auch im Mittelstand. So wechselte auch der Hersteller von Autoschlössern, Kiekert, in chinesischen Besitz.

Die Investitionen europäischer Unternehmen in China sind nach Zahlen des Handelsministeriums in Peking weiter rückläufig. In den ersten neun Monaten dieses Jahres sanken sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als sechs Prozent auf 4,83 Milliarden Dollar. Größter Investor aus der EU in China war im vergangenen Jahr laut PwC-Studie Frankreich.

 
  • afp
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26 Kommentare zu "Investitionsüberschuss: Zeitenwende: China kauft Europa auf"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es ging auch nur um den Break-Even-Point.

    Aber solange die Chinesen nicht chinesische Arbeitskräfte exportieren, was ich als logische Schlussfolgerung sehe, ist alles noch in Butter.
    Mal so ein paar Mill. nach Europa schicken, das würde interessant werden.^^

  • Europa war einmal vereint ..., vor dem Euro.

    Und da man für Europa allmählich die Planwirtschaft wieder einführt, ist das ehr eine Einladung an die Chinesen.^^

  • Liebe Leute, ist das hier wieder die berühmte "german angst"? Gemäß Artikel liegt der Investitionsüberschuss EU/China bei 4 Mrd. Euro. Wenn man dt. Kennzahlen ansetzt, +/- Umsatz = Unternehmenswert, so entsprechen die Unternehemnswerte aller EU Unternehmungen +/- 12,5 Billionen Euro (12,5 Tausend Milliarden). Beruhigen sich sich mal. Ein Ausverkauf sieht wahrlich anders aus.

  • Wo bitteschoen erkennen Sie freie Marktwirtschaft? In Vorlesungen der Volkswirtschafts- und/oder Betriebswirtschaft? Ja? Ach so, auch kein Selbstdenker! Weiter so Deutschland brauch solche Nachplapperer!

  • Na und!

    Nur weil die Chinesen Europa aufkaufen!?

    Die sogenannten Eliten in Europa, schädigen durch Ihre Amigogeschäfte und Ihre Steuerflucht doch auch.

    Sowas nannte man früher Hochverrat, heute ist es Chic, umso umso besser. Wo sind die stolzen Griechen mit ihren Geldern hin!!!

    Das ist Europa, verlogen und schmierig.

  • Die FDP ist doch der Meinung, dass die Privatwirtschaft alles besser kann als der Staat. Nun, in naher Zukunft kann die Rest-FDP bei chin. Staatsbetrieben in Deutschland um Spenden betteln.

  • China kauft nicht - China MUSS KAUFEN. Was sonst sollen sie mit ihren wertlosen Dollar- und Euroerlösen aus den Handelsüberschüssen machen? Wertlose Staatsanleihen kaufen? Die kauft ihnen keiner mehr ab.

    Die gleiche Problematik besteht auch für die großen internationalen Pensionsfonds: Wohin mit den Billionen-Einlagen? Niemand will den Ramsch von Staatsanleihen - es gibt keine andere Wahl. So viel Gold in der Größenordnung der ausstehenden Verbindlichkeiten gibt es gar nicht.

  • @ rollin
    Es hat doch keinen Sinn sich Illusionen hinzugeben. Ein „vereintes Europa“ mit den Südländern wird uns runterreißen und die erwünschte Gegenmacht nicht bringen. Dann halt realistisch und bescheidener, das bringt uns weiter.

  • ........das fehlt uns noch, das.........fehlt........ uns........noch!!!!!
    Um Himmels willen, doch das nicht! Das darf nicht passieren, niemals, niemals, niemals.
    Das wäre der endgültige Todesstoß für den alten Kontinent. Werden also die Sprüche unserer Vor-Vorfahren Wirklichkeit??? Haben diese doch immer vor der gelben Gefahr gesprochen. Ich kann davor nur warnen. Es darf nicht passieren, niemals.

  • Eine weitere Schattenseite der Mißgeburt EURO! Der Außenwert des EURO ist für Deutschland viel zu niedrig. Wir brauchen eine starke Währung, die brächte UNS Kaufkraft (z.B. Öl, Benzin u. sämtliche Rohstoffe würden günstiger). Die Konfettiwährung EURO aber ermöglicht es hingegen, dass unsere Industrie - damit auch unser Know-How und unsere Existenz - zum Super-Schnäppchen-Preis eingekauft werden kann. Mit einer harten DM wäre dies nicht möglich. Die permanente Schwäche dieser Versager-Währung EURO ist eine weitere und vermutlich die nachhaltigste Variante, Deutschland auszuplündern. Nur unsere Politpfeifen glauben immer noch, Deutschland profitiert vom EURO!

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