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IOM-Erkenntnis Mehr Flüchtlinge im Mittelmeer umgekommen

Im laufenden Jahr sind laut der IOM bereits über 4000 Menschen im Mittelmeer umgekommen – über 700 mehr als im Vorjahr. Und das, obwohl mittlerweile weniger Menschen über das Wasser fliehen.
04.11.2016 - 14:35 Uhr
Wenn Migranten über das Mittelmeer fliehen, kommt es immer häufiger zu tödlichen Zwischenfällen. Quelle: dpa
Unfälle im Mittelmeer

Wenn Migranten über das Mittelmeer fliehen, kommt es immer häufiger zu tödlichen Zwischenfällen.

(Foto: dpa)

Genf Bei der Flucht über das Mittelmeer sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in diesem Jahr bereits 4220 Menschen umgekommen und damit weit mehr als 2015. Bis Anfang November seien 725 Todesfälle mehr registriert worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die mit den UN verbundene Organisation am Freitag in Genf mit.

Erst am Donnerstag hatten IOM-Helfer in Italien von einer erneuten Tragödie mit wahrscheinlich etwa 240 ertrunkenen Flüchtlingen berichtet. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) erklärte, obwohl mittlerweile weniger Menschen auf dem gefährlichen Weg über das Mittelmeer fliehen würden, kämen dabei mehr denn je ums Leben. UN-Experten führen das darauf zurück, dass Menschenschmuggler vor allem von der Küste Libyens aus immer öfter seeuntüchtige und zudem überladene Boote einsetzen.

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