Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Irak-Konflikt US-Militär will sich nicht mit dem Iran abstimmen

Die USA signalisieren Bereitschaft, sich angesichts des Irak-Konflikts mit dem Iran zusammenzutun. Außenminister Kerry hält sogar eine militärische Zusammenarbeit für möglich. Doch davon will das Pentagon nichts wissen.
16.06.2014 Update: 17.06.2014 - 00:31 Uhr Kommentieren
Irakische Sicherheitskräfte im Süden Iraks. Die USA überlegen, dort eine

Irakische Sicherheitskräfte im Süden Iraks. Die USA überlegen, dort eine "Achse des Guten" aufzubauen - allerdings nicht mit militärischer Hilfe aus dem Iran.

(Foto: dpa)

Washington/Wien Die USA haben eine militärische Zusammenarbeit mit dem Iran gegen die sunnitischen Dschihadisten im Irak ausgeschlossen. Das Weiße Haus, das Pentagon und das US-Außenministerium teilten am Montag übereinstimmend mit, dass es keine Pläne gebe, sich über solch ein Vorgehen mit Teheran abzustimmen.

„Wir sprechen nicht darüber, militärische Handlungen im Irak mit dem Iran zu koordinieren“, sagte etwa die Sprecherin im US-Außenamt, Jen Psaki. Stattdessen seien ähnliche Gespräche möglich, wie Washington und Teheran sie zuvor mit Blick auf Afghanistan geführt hätten.

USA wollen mit Iran beraten

US-Außenminister John Kerry hatte zuvor eine militärische Zusammenarbeit mit dem Iran für möglich gehalten. „Ich würde nichts ausschließen, was konstruktiv wäre“, hatte er in einem Interview mit dem Internetportal Yahoo gesagt.

„Wir haben die Bemerkungen von Minister Kerry gesehen“, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Sicherlich sei es möglich, dass die Lage im Irak am Rande der Wiener Atomverhandlungen mit dem Iran Thema werde. „Aber es gibt absolut keine Absichten und keinen Plan, militärische Handlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran abzustimmen.“ Teheran werde aber wie alle Nachbarländer des Irak ermutigt, eine „konstruktive Rolle“ im Konflikt zu spielen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Auch der schiitische Iran befürchtet eine Machtübernahme im schiitisch regierten Bagdad durch die radikalen Sunniten der Isis. Präsident Hassan Ruhani hat sich grundsätzlich offen für eine Zusammenarbeit mit den USA im Kampf gegen die Isis gezeigt.

    Erstes Irak-Gespräch zwischen Iran und USA

    Mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen zufolge haben Gesandte beider Seiten am Montag den Dialog dazu begonnen. Am Rande der Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm in Wien sei jedoch kein konkretes Ergebnis zum Thema Irak erzielt worden, sagte ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Der Vertreter des Iran unterstrich die Bedeutung seines Landes in der Region. Es könne eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung der "desaströsen Situation" im Irak spielen.

    Die USA erwägten Drohnenangriffe auf die Extremisten, sagte Kerry zuvor. Präsident Barack Obama prüfe aber „jede verfügbare Möglichkeit sehr genau“. Den USA sei sehr wichtig, dass der irakische Staat nicht zerfalle. Es gehe um die Stabilität der Region.

    Nach einem Verband um den Flugzeugträger „George H.W. Bush“ entsandte Washington am Montag zudem das Kriegsschiff „USS Mesa Verde“ in den Persischen Golf. Es ist für amphibische Einsätze konzipiert und trägt nach Militärangaben derzeit ein senkrecht startendes Flugzeug.

    Speichersticks mit Isis-Informationen sorgen für Überraschung
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Irak-Konflikt - US-Militär will sich nicht mit dem Iran abstimmen
    0 Kommentare zu "Irak-Konflikt: US-Militär will sich nicht mit dem Iran abstimmen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%