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Irak Regierung fordert Kurden zum Dialog auf

Das Referendum der Kurden hat viele Kritiker auf den Plan gerufen. Unter anderem forderten Außenminister Gabriel und Russland die Kurden zu Gesprächen auf. Nun will auch der Irak verhandeln – nachdem die Armee ausgerückt ist.
18.10.2017 - 12:44 Uhr Kommentieren
Sigmar Gabriel, Russland und der Irak fordern Kurden zum Dialog auf Quelle: dpa
Haider al-Abadi

Der irakische Ministerpräsident ruft zu Verhandlungen auf.

(Foto: dpa)

Bagdad Nach der Einnahme der Region um Kirkuk durch die irakische Armee hat Ministerpräsident Haider al-Abadi die Kurden zu Verhandlungen aufgerufen. Dies müssten allerdings im Rahmen der Verfassung stattfinden, sagte Abadi am Dienstag in Bagdad. Das Unabhängigkeitsreferendum der Kurden sei „vorbei und Geschichte“. Der Präsident der kurdischen Regierung, Massud Barsani, erklärte praktisch zeitgleich dagegen, die Abstimmung werde „nicht vergebens gewesen sein“. Zwar rief er nicht zum Dialog auf. Allerdings sagte er: „Die Kurden sind immer gegen den Krieg und gewesen und haben für den Frieden gearbeitet.“

Die Armee hatte zuvor alle Ölfelder der staatlichen North Oil Company im Gebiet Kirkuk unter ihre Kontrolle gebracht. Die Offensive trieb am Dienstag auch den Öl-Preis. Die gleichnamige Millionenstadt war bereits am Montag zu Beginn des Vorstoßes eingenommen worden. Die kurdischen Peschmerga-Kämpfer waren offenbar jeweils zuvor aus diesen Gebieten abgezogen. Barsani machte seine kurdischen Rivalen für den Verlust von Kirkuk und den angrenzenden Gebieten verantwortlich. Die beiden wichtigsten Kurden-Parteien im Nordirak, die KDP und die PUK – kontrollieren jeweils eigene Peschmerga-Einheiten.

Die von der Armee eingenommenen gehören nicht zu den drei irakischen Provinzen, die die autonome Kurdenregion bilden. Im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatten die Peschmerga allerdings ihr Einflussgebiet deutlich ausgedehnt und auch die Ölregion um Kirkuk unter ihre Kontrolle gebracht. Kürzlich stimmten die Kurden in einem Referendum für die Unabhängigkeit ihres Gebietes. Mit der Volksabstimmung stellte sich die Führung der Kurden gegen die Zentralregierung in Bagdad. Auch Nachbarstaaten wie der Iran und die Türkei kritisierten das Referendum scharf.

Westliche Staaten wie Deutschland und die USA hatten ebenfalls vor der Abstimmung gewarnt. Sie unterstützen sowohl die irakische Regierung als auch die Peschmerga im Kampf gegen den IS. Die Bundeswehr setzte wegen des Konflikts zwischen den Kurden und der Regierung in Bagdad das Training der Peschmerga-Kämpfer aus. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel rief die Konfliktparteien am Dienstag zur sofortigen Einstellung der Militäraktionen und direkten Gesprächen.

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