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Irak Schiitische Milizen erobern Dörfer vom IS zurück

In Mossul toben die Kämpfe zwischen Eliteeinheiten und IS-Kämpfern weiter. Derweil haben schiitische Milizen westlich von der IS-Hochburg mehr als 40 Dörfer zurückerobert. Ihr Einsatz ist allerdings höchst umstritten.
02.11.2016 - 13:22 Uhr
Die Sunniten im Irak lehnen eine Teilnahme der schiitischen Gruppen an der Operation strikt ab. Quelle: dpa
Schiitische Milizen

Die Sunniten im Irak lehnen eine Teilnahme der schiitischen Gruppen an der Operation strikt ab.

(Foto: dpa)

Mossul Schiitische Milizen haben westlich der nordirakischen IS-Hochburg Mossul nach eigenen Angaben mehr als 40 Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht. Sie rückten weiter an die noch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehaltene Stadt Tel Afar heran, wie der Parlamentsabgeordnete und Sprecher der Milizen, Ahmed al-Asadi, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der Einsatz der vom Iran unterstützten Milizen bei der Offensive auf Mossul ist höchst umstrittenen. Die Sunniten im Irak lehnen eine Teilnahme der schiitischen Gruppen an der Operation strikt ab. Viele Sunniten fühlen sich von der Mehrheit der Schiiten diskriminiert. Sie befürchten Racheakte und eine weitere Machtausdehnung der Schiiten.

Tel Afar liegt rund 70 Kilometer westlich von Mossul an einer wichtigen Verbindungsstraße nach Syrien, wo der sunnitische IS noch immer große Gebiete kontrolliert. Die Mehrheit der Einwohner der Stadt sind Turkmenen. In der Vergangenheit kam es in Tel Afar häufiger zu gewaltsamen Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten.

Im Osten Mossuls gingen nach Angaben der irakischen Armee die Kämpfe zwischen Eliteeinheiten und IS-Kämpfern weiter. Zahlreiche Extremisten hätten sich in dem Ort Gogdschali in Häusern verschanzt, sagte ein Verantwortlicher des Militärs, der nicht genannt werden wollte. Die irakische Armee hatte am Dienstag erstmals seit Beginn der Offensive vor mehr als zwei Wochen Mossuls Stadtgrenze überquert.

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