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Irak Sunnitenführer fleht arabische Staaten um Hilfe

Hilferuf aus dem Irak: Der Vorsitzende des größten Blocks der Sunniten im irakischen Parlament hat mit einem leidenschaftlichen Appell bei anderen arabischen Staaten um Unterstützung gegen Todesschwadronen geworben. Besonders gegen ein Land erhob er schwere Beschuldigungen.

HB BAGDAD. Adnan al Dulaimi richtete am Sonntag schwere Vorwürfe gegen den Iran. Die Menschen im Zweistromland und in Bagdad seien einer „beispiellosen Völkermordkampagne“ seitens Todesschwadronen ausgesetzt, die vom Iran geführt, bewaffnet und unterstützt würden. Al Dulaimi ist Vorsitzender der Irakischen Konsensfront.

Sunniten im Irak werfen der von Schiiten dominierten Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki vor, zu wenig gegen die zumeist von Schiiten gebildeten Todesschwadronen zu unternehmen. Und auch die USA werfen dem Iran vor, schiitische Milizen zu unterstützen. Teheran hat dies zurückgewiesen. Al Dulaimi sagte, es handele sich um eine organisierte Aktion seitens schiitischer Milizen, um Sunniten aus Bagdad zu vertreiben.

Bei einem Bombenanschlag im Südirak wurden unterdessen der Gouverneur der Provinz Diwanija und der dortige Polizeichef getötet. Der am Straßenrand versteckte Sprengsatz traf ihren Konvoi, wie ein Militärsprecher mitteilte. Auch der Fahrer und ein Leibwächter seien ums Leben gekommen. Der Anschlag ereignete sich am Samstag in der Stadt Aadschaf, als Gouverneur Chalil Dschalil Hamsa und Polizeichef Chalid Hassan auf dem Rückweg von der Beerdigung eines Stammesführers waren.

Hamsa war Mitglied der einflussreichen schiitischen Partei Oberster Islamischer Rat des Iraks von Abdul Asis al Hakim. Ministerpräsident Al-Maliki kündigte eine Untersuchung des Attentats an. Zugleich rief er die Bevölkerung der Provinz zur Ruhe auf. Es sei das Ziel der Täter gewesen, die Sicherheit in Diwanija zu untergraben, erklärte er.

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