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Irakische Übergangsverfassung unterzeichnet Explosion überschattet Zeremonie in Bagdad

Die neue irakische Übergangsverfassung ist am Montag in Bagdad unterzeichnet worden. Damit ist der Weg für die geplante Machtübergabe an die Iraker Ende Juni frei.

HB BAGDAD. Die Zeremonie in Bagdad war von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Nur wenige Stunden nach dem feierlichen Akt war in der westirakischen Stadt Falludscha eine heftige Explosion zu hören. Auch in Bagdad gab es erneut Angriffe von Aufständischen.

Regierungsratsmitglieder sprachen bei der Unterzeichnung der Übergangsverfassung von einem „historischen Moment“. Kurdenführer Massud Barsani dankte in seiner Rede US-Präsident George W. Bush und dem britischen Ministerpräsidenten Tony Blair. Die Zeremonie begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die mehr als 180 Menschen, die am vergangenen Dienstag bei Terroranschlägen bei den schiitischen Aschura-Feiern in Bagdad und Kerbela gestorben waren.

Das „Gesetz für die Verwaltung des Irak in der Übergangszeit“ soll von der für Ende Juni vorgesehenen Machtübergabe der amerikanischen Besatzungsmacht an die Iraker bis nach der Volksabstimmung über eine endgültige Verfassung gelten. Die Übergangsphase soll Ende 2005 enden. Gewählt werden soll spätestens Anfang kommenden Jahres.

Die Unterzeichnung der Verfassung war wegen politischer Differenzen und wegen der Anschläge mehrfach verschoben worden. Unmittelbar vor dem Festakt wurden am Montag bei einer Explosion in der Nähe einer Polizeistation in Bagdad nach Augenzeugenberichten ein Polizist und zwei Zivilisten verletzt. Der Ort der Explosion lag etwa zwei Kilometer vom Sitz der US-Zivilverwaltung und des irakischen Regierungsrats in der so genannten Grünen Zone entfernt.

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