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Iran-Sanktionen Bundesregierung entzieht umstrittener Airline offenbar die Flugerlaubnis

Dreimal die Woche fliegt Mahan Air von Düsseldorf aus nach Teheran. Medienberichten zufolge soll die Airline ab kommender Woche sanktioniert werden.
Update: 21.01.2019 - 00:31 Uhr Kommentieren
Die Airline wird von den USA schon seit vielen Jahren sanktioniert. Quelle: Reuters
Mahan Air

Die Airline wird von den USA schon seit vielen Jahren sanktioniert.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Die Bundesregierung will Medienberichten zufolge die iranische Airline Mahan Air sanktionieren. Noch diese Woche soll die Betriebserlaubnis der Airline ausgesetzt werden, das berichten WDR, NDR und die „Süddeutsche Zeitung“.

Die Bundesregierung reagiere damit auf iranische Geheimdienstaktionen in Europa, bei denen auch Anschläge geplant oder ausgeführt worden sein sollen. Das Auswärtige Amt teilte auf Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“ mit, über „interne politische Abstimmungsprozesse“ gebe man „keine Auskunft“.

Mahan Air fliegt zurzeit dreimal die Woche von Düsseldorf nach Teheran, zudem einmal wöchentlich von München aus. Die Airline steht schon seit acht Jahren auf der Sanktionsliste der USA. Offenbar hätten die USA die Bundesregierung nun auch zu diesem Schritt gedrängt, heißt es in den Recherchen. Laut den US-Behörden habe Mahan Air eine enge Verbindung zu Untergruppen der iranischen Revolutionsgarden. Diese werden von der EU als Terrororganisation eingestuft.

Die Fluggesellschaft soll für die iranischen Revolutionsgarden Kämpfer und Waffen unter anderem in das Bürgerkriegsland Syrien transportieren. Dort unterstützt der Iran Präsident Baschar al-Assad im Kampf gegen die Aufständischen.

Schon im Dezember hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, die Bundesregierung wolle den Flugbetrieb der Mahan Air einstellen. US-Sicherheitsbehörden hätten gegenüber deutschen Regierungsvertretern massive Bedenken bezüglich Flügen der Mahan Air zu Zielen in der Bundesrepublik geäußert, hieß es in dem Bericht vom letzten Jahr.

Neben der privaten Mahan Air fliegt auch die staatliche Iran Air deutsche Ziele an.

Erst in dieser Woche wurde ein mutmaßlicher iranischer Spion bei der Bundeswehr festgenommen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Spionageverdacht im Zusammenhang mit dem Iran. Der 50-Jährige hat die deutsch-afghanische Staatsbürgerschaft.

Gegen den am Dienstag im Rheinland festgenommenen Mann sei am 6. Dezember des vergangenen Jahres Haftbefehl erlassen worden, hatte die Behörde mitgeteilt. Er sei Sprachauswerter und landeskundlicher Berater der Bundeswehr gewesen. Die Bundesregierung hat diesbezüglich auch offiziell bei der iranischen Regierung protestiert.

  • shs
  • dpa
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