Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Iran-Sanktionen Schwellenländer fürchten Ölpreis-Anstieg

Die großen Schwellenländer warnen vor einem Anstieg des Ölpreises durch die Sanktionen gegen den Iran. Auf dem BRICS-Gipfel in Indien gedeihen die Pläne für eine gemeinsame Entwicklungsbank der Schwellenländer.
3 Kommentare
Der Ölpreis könnte durch die Sanktionen gegen den Iran steigen. Quelle: dpa

Der Ölpreis könnte durch die Sanktionen gegen den Iran steigen.

(Foto: dpa)

Neu Delhi Die großen Schwellenländer warnen vor einen Ölpreisschub durch die Sanktionen gegen den Iran. Für die Gruppe der fünf sogenannten BRICS-Staaten bedeute das „große Herausforderungen“, sagte Südafrikas Handelsminister Rob Davies am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Er äußerte sich am Rande des BRICS-Gipfels in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, an dem außer seinem Land und dem Gastgeber auch Brasilien, Russland und China teilnehmen.

Davies warnte, die Einschränkung von Öllieferungen aus dem Iran könne zu Engpässen bei der Versorgung führen. Die BRICS-Staaten seien sich einig, dass sie zwar an Sanktionen gebunden wären, sollte der UN-Sicherheitsrat diese beschließen. „Aber wenn es Sanktionen gibt, die einseitig von anderen Ländern verhängt wurden, sollten diese für uns nicht zwingend gelten.“ Südafrika habe bereits die Abhängigkeit von Öl aus dem Iran reduziert und wolle seine Versorgung vorbeugend auf mehr Bezugsquellen ausweiten. Größte Abnehmer der iranischen Öllieferungen sind China und Indien.

Wegen des iranischen Atomprogramms haben die USA und die EU eine weitere Verschärfung der Sanktionen beschlossen. Russland und China dagegen, die vorangegangene Sanktionsrunden der Vereinten Nationen (UN) mitgetragen hatten, lehnten die jüngsten Strafmaßnahmen ab.

Außer um die Sicherung der Energieversorgung geht es bei dem Gipfel um ein generell engeres Zusammenrücken der Mitglieder. Dazu soll es Gespräche über die Schaffung einer gemeinsamen Entwicklungsbank nach dem Vorbild der Weltbank geben. Das neue Institut könnte etwa Ressourcen zur Verbesserung der Infrastruktur bündeln und im Notfall als Kreditgeber in einer Finanzkrise fungieren, wie sie derzeit Europa durchmacht. Das Projekt sei ehrgeizig und werde daher einige Zeit brauchen, signalisierte bereits die indische Regierung.

Auch die Aktienmärkte sind Thema des Gipfeltreffens
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Iran-Sanktionen - Schwellenländer fürchten Ölpreis-Anstieg

3 Kommentare zu "Iran-Sanktionen: Schwellenländer fürchten Ölpreis-Anstieg"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Seit 1999 stieg der Ölpreis pro Barrel von 10 $ auf über 120$. Dies liegt im Interesse der USA, obgleich sie die größten Erdölverbraucher sind. Sie sind aber auch seit Jahrzehnten die 3. größten Erdölförderer weit vor dem Iran. Nur ein hoher Ölpreis erlaubt ihnen weitere Erdölresourcen zu erschliessen, da sie weit höhere Förderkosten haben als der Iran z. Bsp.. Somit bleiben sie weiterhin unabhängiger von den Ölimporten, also den Bezug von Erdöl aus anderen Ländern. Die Sanktionen gegen den Iran im Erdölsektor haben sich durch den hohen Ölpreis egalisiert. Letztendlich profitieren nur die Erdölförder.

  • @ Guenter1952
    Deutschland ist kein Schwellenland , noch nicht !

  • Deutschland selbst hat doch eigentlich kein Problem mit dem Iran. Obwohl der Iran Deutschland nicht bedroht, in keiner Weise gegen Deutschland arbeitet, sondern an normalen Beziehung mit DEutschland interessiert ist und auch so handelt - bedroht und bekämpft Deutschland den Iran wirtschaftlich und politisch. Warum?

Serviceangebote