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Iran Trump kündigt neue Iran-Sanktionen an – „Militäroptionen bleiben auf dem Tisch“

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Viele Politiker in Deutschland warnen vor einer gewaltsamen Auseinandersetzung.
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Der US-Präsident kündigte am Samstag vor Journalisten neue Sanktionen an. Quelle: AFP
Donald Trump

Der US-Präsident kündigte am Samstag vor Journalisten neue Sanktionen an.

(Foto: AFP)

Washington / Dortmund / ArnstadtUS-Präsident Donald Trump hat zusätzliche Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Trump machte am Samstag im Weißen Haus keine Angaben dazu, welche Sanktionen das genau sein sollen. Der Präsident stellte dem Iran zugleich wirtschaftliche Entwicklung in Aussicht, sollte die Führung in Teheran dauerhaft auf den Bau einer Atombombe verzichten. „Wenn sie dem zustimmen, werden sie ein wohlhabendes Land haben, sie werden so glücklich sein, und ich werde ihr bester Freund sein.“

Gleichzeitig unterstrich Trump am Samstag vor Journalisten in Washington, dass auch militärische Schritte nach wie vor als Option auf dem Tisch lägen.

Trump flog am Samstag per Hubschrauber nach Camp David im Bundesstaat Maryland. Er kündigte an, dort bei einer Reihe von Treffen und Telefonaten über die Krise mit dem Iran zu beraten. Bereits die derzeitigen Wirtschaftssanktionen hätten den Iran hart getroffen, nun würden „viele weitere“ folgen. „Iran ist im Augenblick ein wirtschaftliches Chaos, sie gehen durch die Hölle.“ Er betonte, die USA würden nicht zulassen, dass der Iran über Atomwaffen verfüge.

Trump hatte am Freitag nach eigener Darstellung einen Vergeltungsangriff auf den Iran für den Abschuss einer US-Drohne nur wenige Minuten vor dem Beginn gestoppt. Die vom US-Militär vorhergesagte Zahl von 150 Toten auf iranischer Seite wäre unverhältnismäßig gewesen als Gegenschlag für den Abschuss einer unbemannten Drohne, schrieb Trump auf Twitter.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus iranischen Regierungskreisen warnte Trump den Iran über den Oman vor dem unmittelbar bevorstehenden Angriff. Die zunehmenden Spannungen ließen den Öl-Preis steigen, Passagierflugzeuge wurden angewiesen, die Region zu umfliegen.

In Deutschland fordern viele Politiker eine friedliche Lösung des Konflikts. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich für eine friedliche Lösung der Krise aus. „Ich sage, dass das nicht nur eine Hoffnung sein darf, sondern dass da mit allergrößter Ernsthaftigkeit dafür gearbeitet werden muss“, sagte die CDU-Politikerin am Samstag beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Sie habe den festen Willen, für eine diplomatische Lösung zu arbeiten.

Linke-Chefin Katja Kipping hat vor einem Krieg unter deutscher Beteiligung gewarnt. „Deutschland, ja die EU darf sich auf keinen Fall von Donald Trump und den USA in einen Krieg mit dem Iran ziehen lassen“, sagte Kipping am Samstag bei einem Parteitag der Thüringer Linken in Arnstadt. Die militärische Eskalation zwischen dem Iran und der USA nehme zu, betonte Kipping. Deutschland dürfe im Falle eines Krieges auch keine Infrastruktur oder Flughäfen zur Verfügung stellen, forderte sie.

Mehr: US-Präsident Trump und der Iran sind offenbar zu allem bereit. Dabei kann der Teheran nicht gewinnen. Aber viel zu verlieren haben auch die USA.

Brexit 2019
  • dpa
  • rtr
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1 Kommentar zu "Iran: Trump kündigt neue Iran-Sanktionen an – „Militäroptionen bleiben auf dem Tisch“"

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  • Wir sollten das Atom-Abkommen nüchtern betrachten. Es sollte in seiner Bedeutung nicht unterschätzt, aber auch nicht überschätzt werden:
    Weder garantiert es eine "atomare Abstinenz" des Iran auf lange Sicht, noch verhindert es, dass der Iran weiterhin Konflikte im Nahen im Mittleren Osten schürt, noch dämpft es das Streben Irans, die Reichweiten seines ballistischen Träger-Arsenals zu steigern.

    Insoweit hat das Atomabkommen keine dauerhafte Stabilisierung der Region erreicht. Ob das mit einer geschmeidigen Diplomatie zu bewerkstelligen ist, oder ob dazu auch scharfe Sanktionen erforderlich sind: das muss sich noch zeigen.

    Ohne die USA gibt es keine Sicherheit in Europa! Das sollten wir nie vergessen.

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