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Iran und Katar Kampf um das größte Gasfeld der Welt

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Die Auswirkungen sind schon auf der Rückfahrt von den Gasfeldern nach Teheran sichtbar. Es gibt ein paar Lkws aus dem Westen, von Mercedes etwa, allesamt gut 30 Jahre alt. Neben ihnen bahnen sich nagelneue chinesische Sattelschlepper auf neuem Asphalt den Weg über Berghänge. Früher baute die norwegische Statoil die Förderplattformen auf dem South Pars-Feld, der französische Ölkonzern Total brachte Fördersysteme zum Laufen, es folgten die italienische Eni und der südkoreanische LG-Konzern. Doch das ist Vergangenheit. Westliche Konzerne investieren kaum mehr in Irans Energiewirtschaft. Der Druck der USA ist zu groß.

Heute sind nur mehr der Ölkonzern CNPC aus China, Angolas Sonangol sowie PDVSA aus Venezuela als ausländische Investoren und Betreiber in Iran dabei. Die meisten neuen Abschnitte bei der Förderung von South Pars soll der iranische Staatskonzern National Iranian Oil Company (NIOC) übernehmen und so 2012 die tägliche Gasproduktion auf 175 Millionen Kubikmeter mehr als verdoppeln. Dazu sollen bald 1,2 Millionen Barrel Öl (je 159 Liter) kommen.

Mächtige Revolutionsgarden

NIOC muss nach dem Ausstieg westlicher Konzerne meist mit Unternehmen arbeiten, die ihren Ursprung im Firmenkonglomerat der Revolutionsgarden haben. Die Garden sind mittlerweile eine wichtige Stütze des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und kontrollieren große Teile der Wirtschaft des zweitgrößten Opec-Mitglieds. Sie gelten als machthungrig und skrupellos, doch von Technik und Unternehmertum haben sie wenig Ahnung.

PSEEZ-Chef Saeed Pirouz Mussavi ficht das nicht an: Natürlich habe es "Zeit gekostet", dass ausländische Unternehmen "entgegen jeder Businessethik ihre Verträge nicht erfüllen, die sie abgeschlossen haben", sagt der Manager mit dem für Iran typischen offenen Hemdkragen.

In der Kantine der Sonderwirtschaftszonenverwaltung spekulieren die Arbeiter derweil darüber, wann die Temperatur endlich über 51 Grad im Schatten steigt, weil sie dann eine Lohnverdoppelung bekommen. "Doch ich sage: Danke Sanktionen! Denn nun machen wir alles selbst, exportieren sogar unsere selbst entwickelte Technik", sagt Mussavi. "Wir kommen sogar schneller voran, als wenn wir von ausländischen Konzernen alles gebaut bekommen hätten."

Seine Behauptungen lassen sich nicht überprüfen. Auf jeden Fall reichen die Sanktionen so weit, dass sie eine weitere Front schaffen, eine politische mitten in Iran, weil es der Wirtschaft schlechtgeht. Auf der Fahrt zum Flughafen von Asaluyeh dreht sich keiner der Kräne an den gewaltigen Baustellen, und die Technik aus China kann offenbar die westliche nicht angemessen ersetzen: Irans Ölförderung falle jährlich um etwa 200000 Fass pro Tag, sagen Experten in Teheran, die anonym bleiben wollen.

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3 Kommentare zu "Iran und Katar : Kampf um das größte Gasfeld der Welt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Iran konnte trotz der Schwächung seiner Armee nach der erfolgreichen Revolution gegen den Schah durch die mörderischen Mullahs den Angriff des militärisch hochgerüsteten Iraks unter Saddam Hussein abwehren und sogar kleine Teile Iraks besetzen mit seinen Revolutionsgarden und Kindersoldaten. Die USA griffen dahar nur den vom Irren Saddam Hussein geführten Irak an und halfen in Lybien beim Sturz des noch irreren Gaddafis, um an deren Ölreserven zu gelangen. Den rohstoffreichen Iran aber griff nicht mal Israel an, das mit Erfolg die Atomanlagen Iraks und Syriens bombardieren konnte, weil es die USA hinter sich hat. Entgegen der Handelsblattberichterstattung sind Irans Industrieanlagen doch noch nicht so morsch, wie das die USA und Isreal gerne hätten. Anderfalls wären dort längst die USA, Frankreich und England den Iranischen Aufständischen militärisch zu Hilfe geeielt oder hätten wie im Irak dort nach von der UNO verbotenen Waffen gesucht. Daher können die Mördermullahs fröhlich das Iranische Volk unterdrücken.

  • Statt iranischer Propaganda (presstv) empfehle ich Klaus nach Iran zu fahren und sich die oft kilometerlangen Schlangen an den Tankstellen anzuschauen, die von Jahr zu Jahr länger werden. Und übrigens, die längsten sind die an den Gastankstellen !

  • Schade, dass nun auch Brüggmann, einer der letzten seriösen Iran-Berichteratter der Handelsblatt den seriösen Journalismus aufgegeben hat. Falls noch niemand es mitbekommen hat. Die Öl-Produktion Irans steigt jährlich: http://www.presstv.ir/detail/184283.html
    Das sind Zahlen von britischen BP.

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