Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Iran und Katar Kampf um das größte Gasfeld der Welt

Seite 3 von 3:

Offizielle Auskünfte über die Lage der persischen Energiewirtschaft zu bekommen, ist kaum möglich. Von "Das ist ein Staatsgeheimnis" bis hin zu "Fragen Sie den Minister" reichen die Antworten von Sprechern des staatlichen Ölkonzerns.

Vor kurzem hatte Ölminister Sayed Masoud Mir-Kazemi immerhin tatsächlich mit dem Handelsblatt gesprochen und gesagt, dass er nichts zu Zahlen sagen wolle - außer dass Iran binnen fünf Jahren 150 Milliarden Euro in die Öl- und Gasindustrie investieren müsse. Nun ist der bullige Mann mit der Glatze nicht mehr Minister. Präsident Ahmadinedschad hat ihn gefeuert und wollte sich das Ölministerium selbst unterstellen.

Deshalb wollte Ahmadinedschad heute eigentlich auch nach Wien kommen, um der Opec-Konferenz vorzusitzen. Doch das hat Ajatollah Ali Chamenei verhindert. Der Religions- und Revolutionsführer ist oberster Herr im Staat und wollte mit seinem Veto den Einfluss der Mullahs über den Ölsektor gegen die Revolutionsgarden verteidigen, meint der in Iran geborene und im israelischen Exil lebende Mittelost-Experte Meir Javefandar.

Das von konservativen Mullahs beherrschte Parlament hat inzwischen gar gerichtliche Ermittlungen gegen Ahmadinedschad beantragt wegen möglicher Veruntreuung. Viele Beobachter in Teheran schließen seinen Sturz nicht mehr aus, auch weil die ökonomische Situation nicht gut aussieht.

Zum einen hat die Wirtschaftskrise Iran hart getroffen. Zum anderen bringt das Öl 60 Prozent der Staatseinnahmen - aber die Erlöse aus dem Verkauf sinken, weil der Sektor sich angesichts mangelnder Investitionen schlecht entwickelt. Irans Ölproduktion droht von heute 3,7 Millionen Barrel pro Tag bis 2015 auf 2,7 Millionen zu fallen, sagt ein Stellvertreter des neuen Übergangs-Ölministers, der einmal Chef des iranischen Olympischen Komitees war und dessen Qualifikation darin besteht, einer der letzten Ahmadinedschad-Anhänger zu sein.

Ernst ist die Lage wohl auf jeden Fall. Das machte jüngst ein Aufruf des Revolutionsführers Chamenei zu einem "Wirtschafts-Dschihad" deutlich. Alle Kräfte müssten wie in einem "Heiligen Krieg" auf das Überleben von Irans Ökonomie konzentriert werden.


Startseite
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

3 Kommentare zu "Iran und Katar : Kampf um das größte Gasfeld der Welt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Iran konnte trotz der Schwächung seiner Armee nach der erfolgreichen Revolution gegen den Schah durch die mörderischen Mullahs den Angriff des militärisch hochgerüsteten Iraks unter Saddam Hussein abwehren und sogar kleine Teile Iraks besetzen mit seinen Revolutionsgarden und Kindersoldaten. Die USA griffen dahar nur den vom Irren Saddam Hussein geführten Irak an und halfen in Lybien beim Sturz des noch irreren Gaddafis, um an deren Ölreserven zu gelangen. Den rohstoffreichen Iran aber griff nicht mal Israel an, das mit Erfolg die Atomanlagen Iraks und Syriens bombardieren konnte, weil es die USA hinter sich hat. Entgegen der Handelsblattberichterstattung sind Irans Industrieanlagen doch noch nicht so morsch, wie das die USA und Isreal gerne hätten. Anderfalls wären dort längst die USA, Frankreich und England den Iranischen Aufständischen militärisch zu Hilfe geeielt oder hätten wie im Irak dort nach von der UNO verbotenen Waffen gesucht. Daher können die Mördermullahs fröhlich das Iranische Volk unterdrücken.

  • Statt iranischer Propaganda (presstv) empfehle ich Klaus nach Iran zu fahren und sich die oft kilometerlangen Schlangen an den Tankstellen anzuschauen, die von Jahr zu Jahr länger werden. Und übrigens, die längsten sind die an den Gastankstellen !

  • Schade, dass nun auch Brüggmann, einer der letzten seriösen Iran-Berichteratter der Handelsblatt den seriösen Journalismus aufgegeben hat. Falls noch niemand es mitbekommen hat. Die Öl-Produktion Irans steigt jährlich: http://www.presstv.ir/detail/184283.html
    Das sind Zahlen von britischen BP.

Serviceangebote