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Iran-Wirtschaftsexpertin „Wir werden uns auf eine lange Durststrecke einrichten müssen“

Deutsche Unternehmen im Iran hatten sich schon länger mit einer schwierigen Situationen abfinden müssen. Bis zuletzt hatten sie Hoffnung auf eine Entspannung, sagt die Leiterin der Auslandshandelskammer in Teheran.
07.01.2020 - 13:37 Uhr Kommentieren
Auf Video-Leinwänden ehrt das iranische Regime den getöteten General Soleimani. Unter dem Konflikt leiden auch deutsche Unternehmen. Quelle: dpa
Teheran

Auf Video-Leinwänden ehrt das iranische Regime den getöteten General Soleimani. Unter dem Konflikt leiden auch deutsche Unternehmen.

(Foto: dpa)

Dagmar von Bohnstein leitet die deutsch-iranische Industrie- und Handelskammer (AHK) in Teheran. Im Interview spricht sie über die Lage im Iran nach der Tötung des Generals Ghassem Soleimani durch die USA und die Perspektiven für europäische Unternehmen.

Frau von Bohnstein, Millionen Iraner demonstrieren in Trauermärschen für den von den USA ermordeten General Soleimani. Europa droht mit einem Ende des Atomabkommens und der Wiedereinführung von Sanktionen, wenn Teheran – wie verkündet – seine Urananreicherung wieder hochfährt. Wie ist die Lage in Teheran?
Die Menschen im Iran sind sehr angespannt, was jetzt passieren wird. Und sie hoffen, dass die iranische Regierung und Europa besonnen reagieren.

Wie sieht es denn wirtschaftlich aus?
Bis Ende des vergangenen Jahres bestand die Hoffnung bei den Unternehmen, dass sich die Lage zum Besseren wendet. Jetzt hoffen sie nur noch, dass sich nun endlich klärt, wohin sich die Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen entwickeln. 

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    Mehrere Tote nach Massenpanik bei Trauerzug für Soleimani

    Was heißt das für deutsche Firmen im Iran-Geschäft?
    Es gibt weiter deutsche Firmen aus den Bereichen Chemie, Medizin, Maschinenbau und erneuerbare Energien, die mit Handel und teilweise sogar mit Produktion im Iran sind. Sie haben sich auf dem niedrigen Level, den der bilaterale Handel mit 1,2 Milliarden Euro in den ersten zehn Monaten darstellt, eingerichtet.

    Was hieße es, wenn der Iran nun von sich aus das Atomabkommen aufkündigt, nachdem die USA bereits im Mai 2018 einseitig ausgestiegen sind?
    Jetzt wird sich zeigen, welche Folgen der angekündigte Ausstieg des Irans aus dem Atomabkommen auch wirtschaftlich bringen wird. Wir werden uns auf eine lange Durststrecke einrichten müssen.

    Wird die Schuld für die Wirtschaftsmisere denn nur in den US-Sanktionen gesucht?
    Vielen Menschen hier ist bewusst, dass die wirtschaftlichen Probleme im Iran sowohl von den US-Sanktionen als auch von dem eigenen Missmanagement im Land kommen. 

    Dagmar von Bohnstein ist seit April 2018 die Delgierte der Deutschen Wirtschaft in Iran und leitet die deutsch-iranische Industrie- und Handelskammer in Teheran. Zuvor war sie zwölf Jahre bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

     

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