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Iranische Geheimdienst Iran deckt nach eigenen Angaben CIA-Netz auf – Trump dementiert

Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben ein Netzwerk des US-Geheimdienstes CIA im Iran aufgedeckt. Donald Trump dementiert das.
Update: 22.07.2019 - 15:45 Uhr Kommentieren
Nach eigenen Angaben will Iran ein Spionagenetz aufgedeckt haben. Quelle: dpa
Ajatollah Ali Chamenei

Nach eigenen Angaben will Iran ein Spionagenetz aufgedeckt haben.

(Foto: dpa)

Teheran Der Iran hat nach eigenen Angaben einen Spionagering des US-Geheimdienstes CIA ausgehoben. 17 Verdächtige seien festgenommen, einige von ihnen zum Tode verurteilt worden, berichteten das iranische Staatsfernsehen und die Nachrichtenagentur Fars am Montag unter Berufung auf das Geheimdienstministerium. Die Spione hätten in sensiblen und entscheidenden Bereichen der Sparten Atomenergie, Infrastruktur, Wirtschaft, Militär und Cybertechnologie gearbeitet. Dort hätten sie geheime Informationen gesammelt.

US-Präsident Donald Trump hat die Aufdeckung eines CIA-Netzwerkes in Iran dementiert. Es handele sich um Lügen und Propaganda eines „religiösen Regimes“, das versage und keine Ahnung habe, was es machen solle, schrieb Trump am Montagmorgen (Ortszeit) auf Twitter.

Bereits im Juni hatte der Iran mitgeteilt, er habe einen Spionagering im Dienste der CIA gesprengt. Es war zunächst nicht klar, ob die jetzt gemeldeten Festnahmen damit in Zusammenhang stehen.

Das iranische Fernsehen veröffentlichte Aufnahmen, die CIA-Agenten zeigen sollen, die mit den mutmaßlichen Spionen in Kontakt waren. So soll ein Iraner in den Vereinigten Arabischen Emiraten von der CIA rekrutiert worden sein. Die Festnahmen hätten während des iranischen Kalenderjahres, das im März endete, stattgefunden, hieß es weiter. Zunächst äußerten sich weder die CIA noch die US-Regierung zu der Darstellung.

Die Erklärung des iranischen Geheimdienstministeriums fällt mitten in die angespannte Situation am Persischen Golf. Dort setzte der Iran in der vergangenen Woche einen britischen Tanker fest, nachdem die britische Marine Anfang des Monats vor Gibraltar einen iranischen Tanker aufgebracht hatte. Am heutigen Montag entscheidet Großbritannien über mögliche Sanktionen gegen den Iran.

Zudem haben sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA verschärft, seit US-Präsident Donald Trump vergangenes Jahr das Atomabkommen von 2015 einseitig aufkündigte und den Iran durch massive Wirtschaftssanktionen zu einem weiter reichenden Abkommen über sein Atom- und Raketenprogramm zwingen will.

Mehr: Die USA setzen Europa mit Forderungen nach Präsenz im Persischen Golf unter Druck.

  • dpa
  • rtr
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