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Iranischer Bericht „Menschlicher Fehler“ führte zum Flugzeug-Abschuss

Weil ein Soldat das Radarsystem nicht neu justiert hatte, wurde ein ukrainisches Flugzeug als vermeintliches Ziel interpretiert. Daraufhin wurden zwei Raketen abgeschossen.
13.07.2020 - 03:12 Uhr Kommentieren
196 Menschen starben bei dem Abschuss des Flugzeugs durch das iranische Militär. Quelle: VIA REUTERS
Helfer an der Absturzstelle des ukrainischen Flugzeugs im Iran

196 Menschen starben bei dem Abschuss des Flugzeugs durch das iranische Militär.

(Foto: VIA REUTERS)

Dubai Nach einem Bericht der iranischen Zivilluftfahrt-Organisation (CAO) hat ein menschlicher Fehler bei der Ausrichtung des Radarsystems zu dem versehentlichen Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs im Januar geführt. „Ein Soldat hatte vergessen, das Radarsystem nach dem Wechsel in eine neue Position neu zu justieren, infolgedessen sind die Daten des Radars falsch interpretiert worden“, erklärte ein Bericht auf der offiziellen CAO-Internetseite am späten Samstag. Die Raketen seien daher „nicht richtig neu ausgerichtet“ gewesen und als Folge sei die Passagiermaschine der Ukraine International Airlines vom System als Angriff auf Teheran gewertet worden.

Dem Betreiber des Luftverteidigungssystems „fehlte das Bewusstsein für die den Positionswechsel der Luftverteidigungseinheit“ und er habe die beiden Raketen ohne Genehmigung der Kommandozentrale abgefeuert, so der Bericht weiter.

Irans Revolutionsgarden schossen eine Boeing 737-800 mit 196 Menschen an Board am 8. Januar mit einer Boden-Luft-Rakete kurz nach dem Start von Flughafen in Teheran ab. Die Regierung in Teheran räumte später einen „desaströsen Fehler“ der Streitkräfte ein.

Der Abschuss ereignete sich in einer Zeit hoher Spannung zwischen dem Iran und die Vereinigten Staaten. Der Iran war in erhöhter Alarmbereitschaft, nachdem sie mit einem Vergeltungsschlag auf US-Stützpunkte auf die gezielte Tötung des mächtigen iranischen Generals Kassem Soleimani am 3. Januar reagiert hatten.

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    Die iranische Regierung hatte vergangenen Monat angekündigt, die Blackbox der Boeing 737-800 zur Auswertung nach Frankreich zu schicken.

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    • rtr
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