Irland Verhandlungen mit EU und IWF über Rettungskredite

Immer mehr Anleger ziehen ihr Geld aus den irischen Banken ab. Seit Freitag verhandelt Dublin mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds über Rettungskredite. Die Iren sind zu Zugeständnissen bereit. Aber die traditionell niedrige Körperschaftssteuer darf nicht angetastet werden.
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Bank of Ireland: immer weniger Vertrauen unter Anlegern. Quelle: ap

Bank of Ireland: immer weniger Vertrauen unter Anlegern.

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HB DUBLIN. Vertreter von EU und Internationalem Währungsfonds haben am Freitag in Dublin mit der irischen Regierung über Rettungskredite für die angeschlagenen Banken des Landes verhandelt. Aus irischen Regierungskreisen verlautete, an den Gesprächen an mehreren Orten der Hauptstadt seien diverse Ministerien und Behörden sowie mehr als 40 Unterhändler der Europäischen Zentralbank und des IWF beteiligt. Es wurde erwartet, dass sich die Verhandlungen bis Anfang Dezember hinziehen könnten.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes, Mary Coughlan, erklärte, am kommenden Montag oder Dienstag werde die Regierung ihren Plan zur Senkung des Haushaltsdefizits vorstellen. Darin enthalten sein werden vermutlich allein für 2011 Einsparungen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro und Steuererhöhung von 1,5 Milliarden Euro.

Die Regierung will jedoch trotz des Drucks aus anderen Ländern der Europäischen Union an ihrer vergleichsweise niedrigen Körperschaftssteuer von 12,5 Prozent festhalten. Finanzminister Brian Lenihan sprach vor Beginn der Verhandlungen am Freitag von einer „roten Linie“, die nicht überschritten werde.

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