Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

IS-Anhänger Neun Jahre Haft für IS-Anhänger in Wiener Terrorprozess

Ende 2016 versuchte ein 19-Jähriger laut Anklage, einen Zwölfjährigen zu einem Selbstmordattentat anzustiften. Nun wurde er verurteilt.
Update: 13.04.2018 - 20:01 Uhr Kommentieren
Hier sollte ein zwölfjähriger Junge eine Bombe zünden. Sein Anstifter steht in Wien vor Gericht. Quelle: dpa
Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen

Hier sollte ein zwölfjähriger Junge eine Bombe zünden. Sein Anstifter steht in Wien vor Gericht.

(Foto: dpa)

WienIm Wiener Terrorprozess um zwei geplante Anschläge in Deutschland ist ein 19 Jahre alter Angeklagter zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil erging wegen versuchter Anstiftung zum Mord und Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 19-Jährige beim Anschlagsversuch eines damals Zwölfjährigen auf den Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen eine aktive Rolle gespielt hat. Auch habe er versucht, eine damals 15-Jährige zu einem gemeinsamen Anschlag auf die US-Militärbasis im rheinland-pfälzischen Ramstein zu überreden.

Der Verurteilte hatte am Freitag Reue gezeigt. „Ich habe einen Riesenmist gebaut, dafür gibt es keine Entschuldigung.“ Ihm drohte eine Höchststrafe von bis zu 15 Jahren Gefängnis.

Im November 2016 hatte ein erst Zwölfjähriger, mit dem der Angeklagte in engem Kontakt stand, ein Selbstmordattentat auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant. Die Bombe detonierte aber nicht. Der heute 14-Jährige, zum Tatzeitpunkt nicht strafmündig, war im Prozess als Zeuge geladen. Dabei hatte der Deutsch-Iraker betont, er habe das Attentat ohne zusätzliche Motivation durch den 19-Jährigen versucht.

Der Österreicher mit albanischen Wurzeln hatte sich zu Beginn des Prozesses zu seiner Mitgliedschaft in der Terrormiliz IS bekannt. Er unterzog sich in der Untersuchungshaft Maßnahmen zur Deradikalisierung, ist aber nach eigenen Worten „nicht komplett geheilt“.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

0 Kommentare zu "IS-Anhänger: Neun Jahre Haft für IS-Anhänger in Wiener Terrorprozess"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.