IS-Miliz und ihre Partner Wie die Terroristen an Waffen kommen

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Sudan tritt als aufstrebender Waffenlieferant an alle Parteien auf
DM 41: Die Beschriftung auf dem Granatenbehälter, den der IS-Kämpfer in einem Video zeigt, weist ein deutsches Fabrikat nach. Ob es ein Fake ist oder wie, falls nicht, die Waffen in die Region kommen, ist unklar. Quelle: Screenshot Youtube

DM 41: Die Beschriftung auf dem Granatenbehälter, den der IS-Kämpfer in einem Video zeigt, weist ein deutsches Fabrikat nach. Ob es ein Fake ist oder wie, falls nicht, die Waffen in die Region kommen, ist unklar.

Es sind laut Bericht Waffen, mit denen die USA die irakischen Sicherheitskräfte nach dem Einmarsch 2003 ausgestattet hat, die sie aber nicht halten konnten. Russische Waffen, die ebenfalls in IS-Hände gelangten, stammen demnach aus Beständen des syrischen Regimes – Russland steht treu an der Seite des quasi-kommunistischen Baath-Regimes von Bashar al-Assad.

Da einige Waffen erst 2013 produziert wurden, ist eine sehr kurze Kette von Besitzern wahrscheinlich. In der Stichprobe befinden sich auch Patronen des russischen Fabrikats „WOLF“, das von der amerikanischen Firma Sporting Supplies International unter der eigenen Marke weiterverkauft wird.

Ein kleiner Anteil der Munition stammt außerdem aus dem Iran, teils erst 2013 produziert. Ein weiterer Anteil aus dem Sudan. Aus Sicht der Analysten zeige dass die wachsende Rolle, die der Sudan als Waffenproduzent einnehme – und sämtliche Parteien in Konflikten nicht nur in Afrika, sondern auch im Nahen Osten ausstatte.

Dass mehr als ein Viertel der Waffen ursprünglich aus China stammt, ist laut den Autoren keine Überraschung. „China ist ein großer Anbieter“ von Munition auf Militär-Niveau, sagte Bevan. Auch in diesem Fall ist es wahrscheinlich, dass die Waffen zuerst dem syrischen Militär gehörten und schließlich durch Eroberungen und Schwarzmarktverkäufe an den IS gingen. Generell seien Chinas Waffenexporte „in keiner Art und Weise irgendwie transparent“.

Die Daten sind eine implizite Warnung an politische Entscheidungsträger und Befürworter von militärischen Interventionen. Der Bericht legt die Vermutung nahe, dass Munition, die einst nach Syrien und in den Irak zur Stabilisierung von Regierungen geliefert wurde, zu den Dschihadisten gewandert ist und nun dabei hilft, den Aufstieg und die anhaltende Kampfkraft der Extremisten zu sichern.

Dass Waffenlieferungen an regionale Partner letztlich in in falsche Hände gerieten, würde massiv erhöht „durch schlecht motivierte Sicherheitskräfte“, die vor ihren Aufgaben nicht gewachsen seien. Darauf weise der hohe Anteil von US-Fabrikaten hin.

„Die Lektion, die wir daraus lernen, ist, dass die Sicherheitskräfte, denen die Munition von anderen Nationen geliefert wurde, nicht wirklich nicht in der Lage sind, diese Waffen zu halten", sagt James Bevan, Direktor der des Conflict Armament Researchs der New York Times.

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2 Kommentare zu "IS-Miliz und ihre Partner: Wie die Terroristen an Waffen kommen"

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  • >> Wie die Terroristen an Waffen kommen >>

    http://rt.com/op-edge/197480-isis-west-terrorism-mythology/

  • Bürger sind gegen Extremistengruppen die ungehindert reinkommen und für Einsätze benutzt werden.

    Deutschland wird zur Rekrutierung missbraucht.

    Politik duldet das auch noch.

    Kommt zur Anti-Demo !

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