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IS-Terror Briten stimmen für Luftangriffe in Syrien

Fast elf Stunden lang haben die Abgeordneten in London gestritten, dann setzte sich der Premierminister durch: Großbritannien wird sich an Luftangriffen auf den IS beteiligen. Doch mit einer Bemerkung eckte Cameron an.
02.12.2015 Update: 03.12.2015 - 00:34 Uhr
Ein Tornado der Royal Air Force (Archivfoto). Großbritannien will in Syrien Luftangriffe fliegen. Quelle: AFP
Britischer Tornado

Ein Tornado der Royal Air Force (Archivfoto). Großbritannien will in Syrien Luftangriffe fliegen.

(Foto: AFP)

London Großbritannien beteiligt sich an Luftangriffen auf die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) in Syrien. Das Parlament in London stimmte am Mittwochabend nach langer Debatte mit deutlicher Mehrheit für einen entsprechende Vorschlag der konservativen Regierung von Premierminister David Cameron.

397 Abgeordnete waren dafür, 223 dagegen. Damit könnten britische Flugzeuge bereits am Donnerstag erste Angriffe auf IS-Stellungen fliegen. Im Irak beteiligt das Land sich bereits an Luftangriffen auf die Miliz.

Das Votum hatte sich abgezeichnet. Oppositionschef Jeremy Corbyn ist als überzeugter Pazifist zwar gegen die Ausweitung des Militäreinsatzes, gestand seinen Labour-Abgeordneten aber zu, ihrem Gewissen zu folgen. Mehr als 60 Labour-Abgeordnete stimmten mit den Konservativen und gegen die Linie des Parteichefs, darunter auch Schatten-Außenminister Hilary Benn.

Streit gab es über eine Äußerung Camerons vom Dienstagabend, als er bei einem Treffen mit Parteifreunden die Gegner seines Vorstoßes als „Haufen Terroristen-Sympathisanten“ bezeichnet haben soll. Trotz mehrfacher Aufforderung während der Debatte entschuldigte er sich nicht dafür.

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    Cameron hatte seit Monaten Stimmung für den Kampfeinsatz gemacht, doch erst nach den Anschlägen von Paris schwenkte eine klare Mehrheit der Abgeordneten auf seinen Kurs ein. Bisher bombardierte die Royal Air Force ausschließlich IS-Stellungen im Irak. 2013 verweigerte das Parlament Cameron die Zustimmung zu Angriffen in Syrien - damals ging es allerdings noch um Machthaber Baschar al-Assad.

    Die USA hatten am Mittwoch die Nato-Partner aufgefordert, sich noch stärker an der Bekämpfung des IS zu beteiligen. Man habe unter anderem um Spezialkräfte und Polizeiausbilder gebeten. Bisher halfen die Briten in Syrien bei der Luftüberwachung und mit der Betankung von Kampfflugzeugen.

    Frankreich fliegt dort bereits Luftangriffe. Die Bundeswehr will „Tornado“-Flugzeuge als Aufklärer schicken, zudem sollen ein Tankflugzeug und eine Fregatte zum Anti-IS-Einsatz kommen.

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